11. Nordstrander Rungholttage : Auf den Spuren von Rungholt

Brunnenreste im Watt:Hobby-Archäologe Andreas Busch gilt als Pionier der Rungholtforschung.
Brunnenreste im Watt:Hobby-Archäologe Andreas Busch gilt als Pionier der Rungholtforschung.

Die 11. Nordstrander Rungholttage erinnern an die Insel im Watt, die 1362 von der „Groten Mandränke“ verschlungen wurde.

shz.de von
15. August 2018, 13:00 Uhr

Wie das Amen in der Kirche gehört das versunkene Rungholt-Gebiet zur Nordstrander Historie dazu. Nichts hat Rungholt – bei der „Groten Mandränke“ im Jahre 1362 versunken – an Faszination sowohl bei Wissenschaftlern als auch Hobby-Forschern, verloren.

Bei Exkursionen an die Orte der Vergangenheit könne, so Hauptorganisatorin der Rungholtgesellschaft und Nationalpark-Führerin Cornelia Kost, immer wieder festgestellt werden, dass das Interesse der Menschen an dem Thema ungebrochen ist. Sie hat das Programm unter der Trägerschaft der Ehrenamtler des Handels-, Gewerbe- und Vermietervereins (HGV) Nordstrand mit ihrem Vorsitzenden, Jürgen Pöthau, zu den 11. Nordstrander Rungholttagen 2018 auf die Beine gestellt. Sie finden von Freitag (17.) bis einschließlich Sonntag (19.) statt.

Neben einer Exkursion wird es spannende Vorträge, Filme und Präsentationen sowie nach dem Erfolg im vergangenen Jahr die zweite – diesmal öffentliche – Rungholt-Konferenz geben. „Damit holen wir alle Köpfe, die sich mit Rungholt befassen, ob Wissenschaftler oder Laien, an einen Tisch. Wir möchten uns über die bisherigen und aktuellen Ergebnisse der Forschung austauschen und von den älteren Teilnehmern erarbeitetes Wissen an die jüngeren weitergeben“, informiert Kost. Unterstützer sind zudem die Nordstrand Tourismus (NT), Strandcafé „Halligblick“ mit den Wirtsleuten Monika und Heino Hass sowie der Nordstrander Heimatverein mit dem Vorsitzenden Momme Elsner.

Die Eröffnung mit Grußworten von Bürgermeisterin Ruth Hartwig-Kruse und HGV-Chef startet am Freitag (17.) um 16 Uhr im Gemeindesaal der NT im Schulweg. Eine Stunde vorher, um 15 Uhr, wird Wolf-Dieter Dey, ehrenamtlicher Leiter des Inselmuseums, durch die Räume im Hause führen. Um 16.30 Uhr hält der Begründer der Veranstaltung und Rungholt-Experte, der Halligfriese Robert Brauer, einen Multimedia-Vortrag unter dem Titel „Stürme – Sagen – Südfall“. Ab 19 Uhr werden die jungen Ehrenamtler der Schutzstation Wattenmeer eine Deichführung ab Fuhlehörn organisieren. Dabei betrachten sie Rungholt aus ihrer Sicht sowie von der Mythologie her.

Am Sonnabend (18.) wird ab 10 Uhr die Rungholtkonferenz im Kellergeschoss des Nommensen-Hauses im Ortsteil Odenbüll unter der Leitung von Dr. habil. Dirk Meier beginnen. Unterbrochen durch ein Mittagessen geht sie dann bis 17 Uhr. Danach folgt eine Ergebnispräsentation. Ab 20 Uhr wird die Spannung im Strandcafé Halligblick steigen, wenn es um die Verleihung des „Siegels von Rungholt“ an zwei Personen geht, die sich um die Rungholtforschung besonders verdient gemacht haben. Der Nordstrander Karl-Ludwig Petersen zeigt einen Film mit dem Titel „Eindeichung des Friedrich-Wilhelm-Lübke-Kooges 1954“.

Am Sonntag (19.) beginnt um 11 Uhr eine Exkursion zur Hallig Nordstrandischmoor. Treffpunkt ist in Lüttmoorsiel. Zunächst geht es mit Sigrid Carow durch das Watt zum Moordeich der Insel Strand. Danach wird das Eiland besichtigt und um 13 Uhr im Halligkrog zu Mittag gegessen. Die Rückkehr ist für 16 Uhr geplant. Anmeldungen unter sigrid_carow@yahoo.de oder 0160/91213653.

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