Aufgabe Für Husumer Radfahrer : Auf dem Drahtesel Kilometer machen

Bürgermeister Uwe Schmitz (l.) und einige Verwaltungsmitarbeiter demonstrierten schon einmal, wie die Aktion aussehen könnte.
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Bürgermeister Uwe Schmitz (l.) und einige Verwaltungsmitarbeiter demonstrierten schon einmal, wie die Aktion aussehen könnte.

Das Projekt „Stadtradeln“ setzt darauf, möglichst viel in die Pedale zu treten – und im Wettstreit mit anderen das Klima zu schützen. Auch Husum wird sich wohl für diese Aktion anmelden.

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23. April 2014, 12:00 Uhr

„Viel mit dem Fahrrad zu fahren, das reizt mich schon“, sagte Bürgermeister Uwe Schmitz, als Stephanie Mayer vom Deutschen Fahrradclub Politik und Verwaltung das Projekt „Stadtradeln“ vorstellte. Zum siebten Mal schon lädt das Klima-Bündnis der europäischen Städte Kommunen dazu ein, in die Pedale zu treten: Vom 1. Mai bis 30. September soll herausgefunden werden, wer auf dem Drahtesel die längsten Strecken zurücklegt – beruflich oder privat. „Ziel ist es – im Team oder als Einzelperson – so viele Kilometer wie möglich zu radeln“, erklärt Mayer. Am Ende werden die besten Einzel-„Kämpfer“ und Teams sowie die Fahrrad-freudigsten Kommunen und Kommunalpolitiker im Land ausgezeichnet. „Zudem suchen wir bundesweit sogenannte Stadtradler-Stars, die drei Wochen komplett aufs Rad umsteigen und darüber in einem Internet-Blog berichten.“

Wie das Konzept mit Leben erfüllt werden kann, überlässt das Organisatoren-Team den Teilnehmern. „So können politische Fraktionen, aber auch Schulen, Vereine und Verbände gegeneinander antreten.“ Die Nachbarstadt Heide beteilige sich schon seit Jahren an der Aktion. Ein Hinweis, der Schmitz hellhörig machte: „Was Heide kann, können wir auch – und vielleicht sogar noch besser.“

Doch dafür muss sich Husum erst einmal anmelden. „Ist die Kommune registriert, schalten wir auf der Internet-Seite www.stadtradeln.de eine entsprechende Seite frei“, erläuterte Johannes Böff vom Klima-Bündnis. „Hier können sich die Nutzer eintragen und ihre Kilometer eingeben.“ Der Radel-Kalender funktioniere allerdings nur, wenn die Teilnehmer ehrlich seien. Dafür könne aber jeder gewinnen und sei es dadurch, dass es im „Versuchs-Zeitraum weniger Abgase und Lärm gibt“.

In der Politik zeichnet sich eine breite Mehrheit für das Projekt ab. „Im Rahmen unserer Absicht, bester Klimaschutz-Kreis der Republik zu werden, sollten wir ernsthaft darüber nachdenken“, warb Schmitz für das Vorhaben. Die abschließende Entscheidung wird im Juni das Stadtverordnetenkollegium fällen, aber ernsthaft zweifelt schon jetzt niemand daran, dass es auch dort große Zustimmung geben wird.

Das Klima-Bündnis ist das größte europäische Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Es zählt mehr als 1700 Mitglieder in 24 Ländern. Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Förderung des Fahrrads als Null-Emissions-Fahrzeug im Straßenverkehr. Langfristiges Ziel ist es, die Menschen zu dessen stärkeren Benutzung im Alltag zu sensibilisieren sowie Themen wie Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung verstärkt in die kommunalen Parlamente einzubringen.

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