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Krabbenbrötchen in Husum : Auf altem Preis-Niveau   

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach Orkan „Sebastian“ stabilisieren sich die Fänge der Krabbenfischer wieder auf normalem Niveau – und die Preise auch.

von
erstellt am 25.Okt.2017 | 07:00 Uhr

Die schlechte Krabben-Zeit ist vorbei: „Der Sturm ,Sebastian‘ von Mitte September hat auch das Meer kräftig durchgewirbelt und die Fischer fangen deutlich mehr“, wusste Gastronom Gerhard Loof schon vor den Krabbentagen zu berichten. Das bestätigt auch Michael Eckholdt von Fisch-Schleger. So haben sich die Preise wieder entspannt. Das Krabbenbrötchen kostet derzeit bei Loof wieder fünf Euro gegenüber sechs in der schlechten Zeit. Und bei Fisch-Schleger 5,50 Euro gegenüber dem Höchstpreis von sieben Euro.

Der Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischer in Hamburg untermauert die Einschätzung der Händler mit Zahlen: Danach haben sich die Wochenfänge der Krabbenfischer von 600 bis 800 Kilogramm auf drei Tonnen erholt. „Wir haben jetzt einen durchschnittlichen Herbst“, so der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer in Cuxhaven, Philipp Oberdörfer. Dementsprechend seien die Erzeugerpreise von durchschnittlich 11,84 Euro je Kilogramm im ersten Halbjahr auf nunmehr vier bis fünf Euro zurückgegangen. Damit seien die Fischer zufrieden.

Die Nordsee-Krabbe (Crangon Crangon), eigentlich Nordseegarnele, schwankt in ihrem Bestand sehr stark. Im vergangenen Jahr wurden viele der jungen Garnelen von Wittlingen – einem Fisch aus der Familie der Dorsche – gefressen. „Die Unberechenbarkeit der Bestandsentwicklung scheint die Wissenschaft und auch die Fischer immer noch zu überfordern, wenn es darum geht, Bestandsabschätzungen und Prognosen zu machen“, heißt es seitens der Erzeuger.

Die Hauptfangzeit für Krabben beginnt im Spätsommer, wenn die neue Krabben-Generation in die Netze kommt. Aus drei Kilogramm Krabben vom Kutter werden nach dem Schälen ungefähr ein Kilogramm Krabbenfleisch.

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