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Offshore-Windparks in der Nordsee : Auch das Handwerk profitiert

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Regionale Handwerksbetriebe profitieren durchaus von Aufträgen beim Bau und Betrieb von Offshore-Windparks. Das erfuhren die Teilnehmer eines Kongresses in Husum bei mehreren Exkursionen ins Nachbarland Dänemark.

Von 26 genehmigten Offshore-Windparks in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands in der Nordsee sind drei in Betrieb und sieben in Bau. Ein Grund für die zögerliche Umsetzung der Projekte ist die Unsicherheit über die Rahmenbedingungen, seit die Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Quellen Thema im Wahlkampf wurden.

„Egal wie die neue Bundesregierung aussieht – sie muss vor allem schnell handeln und Planungssicherheit für die erneuerbaren Energien und Fördermöglichkeiten für die maritime Branche schaffen“, bekräftigte Dr. Heino Schadwald vom Maritimen Cluster Norddeutschland bei der Offshore-Konferenz OBMC in Husum. Dr. Marcus Hirschfeld vom Energiewende-Ministerium betonte, Strom aus Kohle koste acht Cent pro Kilowattstunde. Davon sei die Offshore-Windenergie mit ihrer durchschnittlichen Förderung von zehn Cent pro Kilowattstunde nicht mehr weit entfernt.

Bei der Tagung mit Exkursionen nach Dänemark wurde laut Mitteilung deutlich, dass auch Handwerksbetriebe profitieren von Aufträgen der Windpark-Betreiber. So beschert der 400-Megawatt-Windpark vor der Insel Anholt für die Region von Grenå, dem Versorgungshafen des Parks, einen wirtschaftlichen Aufschwung. An einem ähnlichen Modell arbeitet Dr. Kristen Nedergaard von der Hafengesellschaft Westcoast Port of Denmark in Havneby. Im Anschluss an die Rømø-Fahrt informierten sich die Teilnehmer in Esbjerg über Anlagenüberwachung und Errichtung des deutschen Offshore-Projektes DanTysk. Demnächst werden westlich von Sylt 80 Siemens-Anlagen mit 3,6 Megawatt Leistung pro Windrad installiert. „Seit vor unserer Küste gebaut wird, verzeichnen wir auch in Schleswig-Holstein eine erhöhte Nachfrage nach Hafen- und Flughafen-Standorten“, sagte Dr. Matthias Hüppauff, Wirtschaftsförderung Nordfriesland. „Das dänische Beispiel bestärkt uns, auch Handwerker und kleine Zulieferunternehmen dabei zu unterstützen, dass sie sich nach Aufträgen im Offshore-Geschäft umsehen.“

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erstellt am 30.Sep.2013 | 17:00 Uhr

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