34. Husumer Hafentage : Attraktionen zu Wasser und zu Land

Der Seenotrettungskreuzer „Hannes Glogner“ wird auch dieses Jahr wieder im Binnenhafen festmachen.
Der Seenotrettungskreuzer „Hannes Glogner“ wird auch dieses Jahr wieder im Binnenhafen festmachen.

Das Programm für die 34. Husumer Hafentage steht – und es gibt so viele Künstler auf und abseits der Bühnen wie niemals zuvor. Maritimes wird auch diesmal groß geschrieben.

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15. Juli 2015, 15:00 Uhr

Der Countdown läuft: Heute in vier Wochen werden Bürgervorsteher Peter Empen und Bürgermeister Uwe Schmitz den Kieler Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) auf der Volksbank-Bühne an der Schiffbrücke begrüßen und mit dem traditionellen Anglasen die Husumer Hafentage eröffnen. Von Mittwoch, 12. August, bis Sonntag, 16. August, steigt die 34. Auflage des größten Volksfestes an der Westküste. Und das Programm für die tollen Tage steht jetzt endgültig fest.

Maritimes wird natürlich groß geschrieben: „Gleich fünf Fahrzeuge laden in diesem Jahr zum Open Ship ein“, sagt Peter Cohrs, Geschäftsführer des Veranstalters Hafen Event GmbH. „Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz schickt wieder den Schubschlepper ,Odin‘ und die Ölfang-Barge ,Lüttmoor‘. Beide können am Sonnabend und Sonntag von 11 bis 16 Uhr im Außenhafen besichtigt werden.“ Auch die 82 Meter lange „Maike“ der Firma ATR Landhandel werde an die Nordseite des Außenhafens verholen und zu den selben Zeiten Besucher an Bord lassen. Und im Binnenhafen locken – von Freitag bis Sonntag ab 12 Uhr – der Seenotrettungskreuzer „Hannes Glogner“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und das neue Schiff der Wasserschutzpolizei die „Sehleute“ an – „sofern kein Einsatz dazwischen kommt. Dann müssen sie natürlich auslaufen“, so Cohrs.

An Land ist auf den Bühnen so viel los wie nie zuvor: „Wir haben insgesamt rund 50 verschiedene musikalische Programmpunkte mit zusammen 140 Musikern und noch einmal 170 Mitgliedern von Spielmannszügen, Chören und Tanzgruppen“, zählt Hafentage-Manager Wilfried Bossen auf. „Und mehr als 30 Prozent davon kommen aus der Region.“ Als erster Höhepunkt wird die Cover-Band Pfefferminz am Mittwochabend auf der Hans-Carstens-Bühne an der Kleikuhle aufspielen – ausschließlich mit Titeln von Marius Müller-Westernhagen. Wer das nicht mag, begibt sich einfach auf die Slipanlage am Rathaus zur Euronics-Bühne, wo die italienische Metallica-Tribute-Band SAD für härtere Klänge sorgt. Mit dem 21-jährigen Ole Maybach und dem 16-jährigen Rapper Beliaz präsentieren sich unter dem Motto „Nordfriesen machen Musik“ am späten Freitagnachmittag zwei junge Einheimische auf der Volksbank-Bühne. Und am Sonnabend startet an selber Stelle um 21 Uhr die große Hit-Radio-Show: „Zehn Musiker mit 200 Kostümen, die alle möglichen namhaften Künstler im Gepäck haben – von den Black Eyed Peas bis Queen und von Bon Jovi bis Nena“, schwärmt Bossen. „Die bringen in einer dreistündigen Show der Superlative mehr als 40 der größten Stars der Musikgeschichte auf die Bühne.“

Inzwischen würden sich viele Bands darum reißen, bei den Hafentagen auftreten zu können, erzählt Cohrs. „Wir machen hier eine tolle Party. Da springt auch der Funke auf die Musiker schnell über und sie wollen nach dem ersten Auftritt wiederkommen.“ Trotzdem bemühe sich die Hafen Event GmbH, neben den traditionellen Zuschauer-Magneten auch jedes Mal neue Künstler zu engagieren. „Es muss immer eine Auffrischung dabei sein.“

Abseits der Bühnen bieten die Künstler des Kleinkunstfestivals auf der Hafenstraße vielfältige Unterhaltung abseits der Musik. Und auf dem Marktplatz können sich von Freitag bis Sonntag im Nospa-Piratenland die Kinder austoben. Es gibt auch dieses Jahr wieder am Sonntagnachmittag die von den Husumer Nachrichten präsentierte Papierboot-Regatta und zum zweiten Mal können Interessierte die Sportart Stand-up Paddling ausprobieren – „dieses Jahr sogar im Binnen- und nicht im Außenhafen“, so Cohrs. „Und die Kutter fahren ebenfalls wieder ihren Korso.“ Was auch für die Fischer selbst ein besonderes Ereignis sei: „Das ist ein gefährlicher Arbeitsplatz und deswegen dürfen keine Gäste an Bord sein, wenn die Boote zu ihren doch recht weit entfernten Fanggründen herausfahren – da passt die Wasserschutzpolizei sehr genau auf“, weiß Cohrs. Der Korso anlässlich der Hafentage sei so die einzige Gelegenheit im Jahr für die Besatzungen, neben anderen Besuchern auch mal Familienmitglieder und Freunde auf eine Fahrt mitzunehmen. „Tickets dafür können direkt vor Ort bei den Kuttern erworben werden“, sagt Hafen-Event-Mitarbeiterin Janette Neumann. Für die Hubschrauber-Rundflüge gibt es die Karten sogar schon im Vorverkauf ab 25. Juli in Husums Brauhaus und bei der Tourist-Information. „Sieben bis neun Minuten dauert so ein schöner Flug über die Stadt“, so Bossen.

Weitere traditionelle Höhepunkte sind am Sonntag natürlich das Entenrennen des Round Table 121 Husum und das Tauziehen über den Außenhafen ab 11 Uhr, zu dem bisher elf Mannschaften gemeldet sind, darunter zwei Damen-Mannschaften. „Die sollen auch gegeneinander antreten und nicht nur von den Männern ins Wasser gezogen werden“, sagt Janette Neumann. Und sehr traditionell – wenn auch weit weniger spektakulär – ist die Eeten-un-Drinken-Verlosung am Donnerstag im Rahmen des Wochenmarktes: „Da laufen sechs Verkäufer über den Markt und bieten Lose an. Als Hauptgewinn gibt es eine prall gefüllte Tasche mit vielen leckeren Produkten aus der Region“, erläutert Cohrs. Der Reinerlös werde wie jedes Jahr einem wohltätigen Zweck gespendet. „Und das machen wir schon so seit den allerersten Hafentagen im Jahr 1982.“

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