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Einsatz in Schwesing : Archiv fällt Feuer zum Opfer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein ehemaliger Husumer Lehrer hatte seit den 1970er-Jahren Zeitungen und Zeitschriften gesammelt. Das Archiv wollte er seiner früheren Schule zur Verfügung stellen. Doch dann kam es zu einem Brand.

Es war zwar nur ein Schuppenbrand, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Schwesing am frühen Sonnabendmorgen (5. Dezember) in die Alte Hauptstraße gerufen wurde. Doch es zeigte sich einmal mehr, dass die Atemschutzträger bei einem Feuerwehreinsatz unverzichtbar sind: 14 wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt. Unterstützung bekam die Ortswehr von den Wehren aus Wester-Ohrstedt und Immenstedt.

Doch für die Eigentümer Friedrich und Elke Laubengeiger hatte der Brand in den frühen Morgenstunden verheerende Folgen. In dem Schuppen lagerten große Mengen Zeitschriften. Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhundert sammelte der ehemaligen Gymnasiallehrer der Hermann-Tast-Schule Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine wie den Spiegel oder den Stern. In den vergangenen Monaten konnte er die Zeitschriften nach den Jahresausgaben sortieren. „Mein Wunsch war es, die Ausgaben den Schulen für den Unterricht zur Verfügung zu stellen.“

Als er die ersten Flammen aus dem Schuppen schlagen sah, konnte er zwar noch einige Tagesausgaben retten, doch der größte Teil seiner Geschichtssammlung wurden durch das Feuer vernichtet. „Ich konnte noch die Berichterstattung über den Mauerfall und der Vereinigung retten.“ Doch alles weitere war nur mit großer Gefahr verbunden.

Tatsächlich kamen die Feuerbekämpfer nur mit Atemschutz an den Brandherd heran. Und es zeigte sich zudem schnell, dass dieser Einsatz einen ganzen Tag in Anspruch nehmen werde, wie Einsatzleiter und Wehrführer Stefan Hansen berichtete. Die Rauchentwicklung war selbst nach mehreren Stunden so stark, dass er seine Kollegen aus Oster-Ohrstedt mit weiteren Atemschutzträger zur Hilfe rufen musste.

Wie es zu dem Feuer kommen konnte, blieb bis zum Einsatzende unklar. „Das müssen die Ermittlungen in den kommenden Tagen klären“, sagte ein Polizeisprecher.

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