Arbeitgeber Bundeswehr

Ein Buch zur Erinnerung an übergab Oberfeldarzt Dr. Arne Müller an die Familie von K. A.. Foto: lok
Ein Buch zur Erinnerung an übergab Oberfeldarzt Dr. Arne Müller an die Familie von K. A.. Foto: lok

Erster Freiwilligen-Jahrgang vereidigt / Gastredner Ingbert Liebing riet zur Anpassung an neue Verhältnisse

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22. Mai 2013, 12:02 Uhr

Seeth | K. A. war zusammen mit 185 weiteren Soldatinnen und Soldaten in der Stapelholm Kaserne zu Gelöbnis und Vereidigung angetreten. Über 900 Kilometer hatte ihre Familie aus Zwiesel in Bayern zurückgelegt, um das Ereignis mitzuerleben - die weiteste Anreise des Tages.

Etwas verloren wirkten die drei Grundausbildungseinheiten von der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Heide und dem Lazarettregiment 11 auf der weiten Fläche des Kasernenhofs. Vor der Aussetzung der Wehrpflicht waren hier immerhin mitunter rund 800 Soldaten zur Vereidigung angetreten.

Die Abschaffung des Grundwehrdienstes verteidigte der Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing (CDU) als Gastredner indes sehr nachdrücklich. Im gleichen Atemzug dankte er den Rekruten, dass sie wie rund 3500 Weitere die Entscheidung getroffen hatten, im Juli in die Bundeswehr einzutreten. Die Bundeswehr sehe er künftig bei der Werbung um Fachkräfte in steigendem Maße in Konkurrenz zur freien Wirtschaft. Dabei müsse sie allerdings aushalten, dass der eine oder die andere mitunter nach der persönlichen Feststellung kündigt, dass er oder sie und die Bundeswehr "nicht zusammenpassen".

Die Rate der Abbrecher liegt jedoch nach Liebings Meinung in einem vergleichbaren Rahmen zur entsprechenden Quote bei Berufsausbildungen im Zivilbereich. "Hier rate ich zu etwas mehr Gelassenheit beim Umgang mit diesem Thema", forderte er seine Zuhörer auf. Den Vorgesetzten aller Ebenen traue er zu - und forderte sie gleichzeitig dazu auf -, Attraktivität und Qualität ständig neu auf den Prüfstand zu stellen, und für die Bundeswehr den notwendigen Nachwuchs zu gewinnen.

K. A. will ihre 13 Jahre unter anderem dazu benutzen, eine auch zivilberuflich anerkannte Ausbildung zu absolvieren. Ihre Familie erhielt indes zur Erinnerung an die feierliche Vereidigung ein Buchgeschenk aus den Händen des Kommandeurs, Oberfeldarzt Dr. Arne Müller.

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