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Polizei in St. Peter-Ording : Arbeiten, wo andere Urlaub machen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In St. Peter-Ording verstärken in der Sommersaison zusätzliche Polizeibeamte die Station. Innenminister Stefan Studt eröffnete jetzt den Bäderdienst

Der oberste Dienstherr der Polizei, Innenminister Stefan Studt, hat am Montag (3. April) die Bäderdienst-Saison der Polizei in St. Peter-Ording eröffnet. Bei bestem Frühlingswetter besuchte er die Polizeistation im Deichgrafenweg. Bis spätestens kurz vor Ostern werden insgesamt 105 Polizeikräfte die Dienststellen der Schutz- und Wasserpolizei in den Badeorten an der Nord- und Ostsee verstärken. „Die Bäderdienst-Beamten sind für die Arbeit der Polizei unverzichtbar“, sagte Studt. Da im Sommerhalbjahr sich die Zahl der Einwohner in den Ferienorten am Meer durch die Urlauber vervielfacht, wird seit 1991 auch die Zahl der Polizisten in dieser Zeit aufgestockt. Denn auch die Zahl der Unfälle, Delikte und anderer Vorfälle erhöht sich. Die Polizisten zeigen Präsenz auf Straßen und Plätzen sowie an den Stränden. Außerdem sind sie Ansprechpartner für Urlauber und Einheimische.

Mit 45 zusätzlichen Beamten erhalten die Dienststellen im Kreis Ostholstein das stärkste Kontingent. Auch das für die Nordseebäder kann sich sehen lassen: Büsum vier, St. Peter-Ording drei, Wyk drei, Amrum (Nebel) zwei und Sylt 15. Die Verstärkung für die Dienststellen an der Ost- und an der Nordsee kommt aus den Polizeidirektionen im Land und der Landespolizeischule in Eutin.

Seit Ende Januar schon verstärken die jungen Beamten Lars Pein aus Pinneberg, Philip Basner aus Husum und Jann Müller aus Höxter das sechsköpfige Team um Dienststellenleiter Frank Brüchmann in St. Peter-Ording. Sie sind nun nach der Ausbildung in Eutin bis einschließlich September als Schutzpolizisten im Einsatz. Es ist ihr erster richtiger Polizeidienst. Sie haben sich direkt dafür beworben.

Philip Basner wollte nach St. Peter-Ording. Er wohnt in Welt und möchte am liebsten auch in Nordfriesland bleiben. Die beiden anderen haben eine Wohnung in der Polizeidienststelle bezogen – speziell für Bäderdienstler. Sie haben sich schon richtig eingelebt. In Eutin waren sie Stubenkollegen, und in St. Peter-Ording fühlen sie sich gut aufgenommen, nicht nur von den Kollegen, auch von der Bevölkerung und den Gästen. „Wir sind hier näher am Menschen, es gibt keine Anonymität, und die Leute sind polizeifreundlich“, ist ihr Eindruck. Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und DLRG sowie Tourismus-Zentrale und Verwaltung klappe super. Ein Fahrzeug im Graben und eine vermisste Kiterin gehörten bislang zu ihren besonderen Einsätzen. Den ersten Ansturm von Urlaubern und Gästen werden die drei zu Ostern erleben. Die geringere Anzahl von Polizeikräften insgesamt mache eine intensivere Abstimmung notwendig, sorge aber auch für ein kollegiales Miteinander am Badeort und mit den Dienststellen in Garding und Tönning, sagte Philipp Basner. Das erfuhr Innenminister Stefan Studt von Philipp Basner und Lars Pein – Jann Müller ist zurzeit im Urlaub. Die beiden saßen mit Studt und seiner persönlichen Referentin Silke Tobies in der Dienststelle mit dem stellvertretenden Revierleiter Thomas Jacobsen aus Husum, Frank Brüchmann und seiner Kollegin Irina Bärenwaldt zusammen. Zum Stammteam in St. Peter-Ording gehören außerdem Detlev Clausen, Norbert Kelch, Stephanie Müther, Mary-Anne Riesel und Jan Luthe. Stefan Studt erkundigte sich, wo der Schuh drückt. Da kam auch Überregionales zur Sprache wie die Terrorismusabwehr und die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Polizeiarbeit. „Die Lage hat sich verändert, darauf muss man reagieren. Aber ich denke, das geschieht in Sachen Ausbildung, Fortbildung und Ausstattung ausgewogen“, sagte Studt. Dass der alltägliche Dienst dadurch zusätzliche Belastungen erfährt, ist auch ihm klar.

Einen kurzen Ausflug an den Strand ließ sich die Gruppe nicht nehmen. Vom Pfahlbau am Südstrand genoss der Innenminister den weiten Blick über Sand und Meer. Idylle pur, aber das ist nicht immer so. Bei manchen Events und bei bestimmten Wetterlagen sind Polizei und Rettungskräfte in St. Peter-Ording besonders gefordert. „Der Kite-Surf World-Cup vor zwei Jahren bei dem Superwetter war einfach eine Nummer zu groß“, erinnerte Thomas Jacobsen.




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