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Breklum : Arbeiten am Nahwärmenetz in Breklum gestartet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Rund 42 Haushalte und andere Einrichtungen in Breklum setzen auf eine zentrale Nahwärmeversorgung. Die Arbeiten an dem Netz sollen bis Anfang September abgeschlossen sein.

Der erste – zumindest symbolische – Spatenstich für die Verlegung des geplanten CO2-freien Nahwärmenetzes in Breklum ist getan. Im Rahmen des Aktionstages des HGV Breklum-Struckum sowie des SV Germania Breklum machte Baggerfahrer Hauke Skrypski den ersten entscheidenden Erdaushub vor der Grundschule am Osterbach in der Kirchenstraße. Anwesend waren viele Anteilsinhaber der im Frühjahr gegründeten genossenschaftlichen BürgerGemeindewerke Breklum sowie Initiatoren, Bürger, Unterstützer und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Banken.

Geschäftsführer Frank van Balen erläuterte: „Die tatsächlichen Erdarbeiten werden in 14 Tagen in Höhe der Kirche beginnen. Das Tiefbauunternehmen wird sich dann durch die Kirchenstraße bis hin zur B  5 und weiter zum Möbelhaus Jessen sowie zum Autohaus Carstens durcharbeiten.“ Am 2. September sollen die Leitungen für das Wärmenetz stehen, denn am 4. September wird der Ausbau der Kirchenstraße starten. Bis auf zwei, die bisher nicht mitzogen, sollen dann alle 42 Haushalte und Großabnehmer, wie Schule, Christian-Jensen-Kolleg und Möbelhaus, angeschlossen werden. Für die Zukunft sei geplant, so van Balen, allen Bürgern der Kommune Gelegenheit zu geben, die Vorteile des Wärmenetzes zu nutzen, soll heißen, den gesamten Ort anzuschließen. Derzeit wären das 1100 Haushalte. Jeder Bürger, aber auch Bürger anderer Gemeinden, die das Projekt unterstützen wollen, können nach wie vor jederzeit Anteile zeichnen. Derzeit sind 130 Mitglieder im Boot.

Technisch sei eine Vollversorgung Breklums kein Problem, bestätigte Klaus Thomsen vom Unternehmen Gottburg. Dieses wird den technischen Part für die Versorgung übernehmen.

Das Herz der Anlage, unter anderem bestehend aus Komponenten wie Geothermie-Anlage und Blockheizkraftwerk, wird auf dem hinteren Gelände des Möbelhauses installiert (wir berichteten). Vorteile sind, dass keine Heiz- und Brennstoffräume in den Häusern mehr benötigt werden, ein Schornstein nicht erforderlich, Wartung, Reparatur und Austausch der Übergabestation Sache der Genossenschaft ist. Preisstabilität wird garantiert, wobei über die Gestaltung des Energiepreises alle Genossen entscheiden. „Es ist gut, dass viele Bürger die Wärmeversorgung in die eigene Hand nehmen“, erklärte Bürgermeister Heinrich Bahnsen in seinen Grußworten. Das Projekt könne auch Ansporn für andere Kommunen sein.

Info unter: www.bgw-breklum.de oder per Telefon 04671/9337802.

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