Bordelum/Dörpum : Appell für die große Lösung

Das Feuerwehrgerätehaus in Dörpum ist zu klein und entspricht nicht den aktuellen Auflagen.
Das Feuerwehrgerätehaus in Dörpum ist zu klein und entspricht nicht den aktuellen Auflagen.

Die Ausschussmitglieder votieren für einen 730.000 Euro teuren Umbau des Feuerwehrhauses Dörpum.

shz.de von
02. Februar 2018, 11:00 Uhr

Für die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Bordelum war es keine Frage: Wenn schon ein Neubau des Feuerwehrgerätehauses für den Ortsteil Dörpum sein muss, dann sollte die große, vor allem zukunftsträchtige, Lösung her. Sie empfahlen in ihrer jüngsten Sitzung dem Gemeinderat einstimmig, die Diplom-Ingenieurin und Architektin Inke von Dobro-Wolski mit der detaillierten Planung zu beauftragen. Sie hatte bereits auftragsgemäß eine Grundlagenermittlung durchgeführt und zwei Varianten ins Spiel gebracht.

Grund, sich überhaupt Gedanken um das Thema zu machen, waren einige von der Unfallversicherung monierten Punkte. So müssen alle Gerätschaften und Ausrüstungsgegenstände aus der Fahrzeughalle verschwinden, so dass um das Einsatzfahrzeug herum genügend Platz vorhanden ist, dass sich die Blaujacken uneingeschränkt vor oder nach dem Einsatz bewegen können, insbesondere auch beim Einsteigen mit Schutzbekleidung und –ausrüstung vor dem Ausrücken. Weiter fehlen eine Abgas-Absauganlage, ein Durchgang zwischen Mannschafts- und Atemschutzraum, Zugang vom Nordwesten (Brekeweg) aus in den Garderoben-Flur und ein ausreichender Abstellraum. Auch die Duschen sowie sanitären Anlagen sind nicht mehr zeitgemäß und in ausreichender Anzahl für die derzeit 48 Aktiven vorhanden.

Weiter darf der vor dem Gerätehaus befindliche Halteplatz für Busse auch nicht im Notfall von dem Einsatzfahrzeug belegt werden. Eine Parkfläche für die Ehrenamtler direkt am Gerätehaus fehlt. Der gegenüberliegende Parkplatz ist zu weit weg. Der An- und Umbau, der alles beheben würde und das Haus um 80 erforderliche Quadratmeter erweitert, soll nach Einschätzung der Expertin rund 730.000 Euro kosten, die abgespeckte Version, bei der aber zwei wesentliche Probleme, nämlich fehlende Parkplätze, die Nutzung des Bushalteplatzes oder die zu kleine Abstellfläche nicht gelöst werden, würde mit lediglich 292.000 Euro zu Buche schlagen.

„Das Problem haben viele Gemeinden mit ihren Gerätehäusern. Sie entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Eine kleine Lösung wäre hier halber Kram“, betonte Ausschuss-Vorsitzender Harke Stollberg. „Ich gehe davon aus, dass das Land für solche Fälle einen Fond einrichten wird und die Möglichkeit einer besonderen Förderung ermöglicht“, betonte Bürgermeister Peter Reinhold Petersen. Ein weiterer Vorteil sei darin zu sehen, dass die Fahrzeughalle künftig zehn Meter lang ist, also auch für größere Fahrzeuge geeignet, denn sicherlich werde es in Zukunft auch um eine diesbezügliche Aufrüstung gehen.

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