Abzock-Rechnungen : Anzeige: Schlüsseldienst verlangt Wucherpreis

Der Polizei sind mehrere Fälle bekannt, bei denen ein Schlüsseldienst Abzock-Rechnungen präsentierte.
Der Polizei sind mehrere Fälle bekannt, bei denen ein Schlüsseldienst Abzock-Rechnungen präsentierte.

Eine Rentnerin musste einen dreistelligen Betrag bezahlen und stellte daraufhin Strafanzeige. Der Polizei sind Abzock-Fälle dieser Art bereits bekannt.

shz.de von
22. September 2016, 11:00 Uhr

So hatte sie sich ihren Sonntag nicht vorgestellt: Als eine 80-jährige Husumerin von einem Spaziergang zurückkehrte, ließ sich mit ihrem Schlüssel die Wohnungstür nicht mehr öffnen. Die herbeigerufene Tochter verständigte über eine Hotline einen Schlüsselnotdienst, der im Internet mit Preisen ab zwölf Euro für seine Dienste wirbt. Nachdem der Schlüsseldienst Stunden später die Tür geöffnet hatte, kam für die alte Dame der Schock: Für das Öffnen der Tür und den Einbau eines neuen Schlosses verlangte der Mitarbeiter einen hohen dreistelligen Betrag, der noch vor Ort bezahlt werden sollte. Die Dame zahlte, aber erstattete anschließend Strafanzeige wegen Wucher und Betrug bei der Polizei Husum, da die Rechnung um ein Vielfaches über dem ortsüblichen Satz lag. Dort sind bereits mehrere Fälle dieser Art bekannt. Die Polizei rät, einen ortsansässigen und vertrauenswürdigen Schlüsseldienst auszuwählen und den Preis im Vorwege verbindlich abzuklären. Auch eine Zahlung vor Ort sollte abgelehnt werden. Bei Unstimmigkeiten sollte die Polizei verständigt werden.

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