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Husumer Nachrichten

22. August 2017 | 09:32 Uhr

Anwohner werden zur Kasse gebeten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sanierung von Gardinger Straße kostet mehr als eine halbe Million Euro

Bereits im April diesen Jahres hatte Verwaltung und Politik der Stadt Garding zur Bürgerinformation zum Thema „Erneuerung der Johannisstraße“ eingeladen, die nun eine Fortsetzung erfuhr. „Wir wollen heute über den beim letzten Mal favorisierten Entwurf und die Bemessungsgrund-lagen sprechen“, sagte Bürgermeister Ranjet Biermann zu Beginn und machte damit deutlich, dass die Baumaßnahmen zu einem Teil von den Anwohnern zu bezahlen sind. 37 Zuhörer hatten sich zu der Veranstaltung in der Amtsverwaltung eingefunden – Anwohner und Stadtvertreter.

Der Planer der Straßen-Erneuerung, Ingenieur Jörg Gutzke, stellte die Pläne vor: „Das Kanalsystem ist in die Jahre gekommen und marode, das Regenwassersiel liegt zudem zu nah unter der Oberfläche, so dass es die Statik der Straße beeinträchtigt. Die Regenwasser-Leitung kommt also etwa einen halben Meter tiefer, gleichzeitig sanieren wir das Schmutzwasser-System.“ Die Straßenoberfläche werde drei Meter asphaltierte Fahrbahnbreite haben, die Bürgersteige werden verklinkert. Die alten Bordsteine aus Granit sollen wieder verwendet werden. Es müssen aber zusätzlich weitere angeschafft werden, so Gutzke. Die ersten geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 570 000 Euro, die Bauzeit kann je nach Wetterlage zwölf bis 16 Wochen dauern. Baubeginn soll im Frühjahr 2014 sein.

Aus dem Publikum kam die Frage nach einer sogenannten Inline-Sanierung der Kanalisation und des Regenwasser-Siels auf. Dabei werden neue Rohre innerhalb der alten verlegt. Thomas Helmke vom Amt Eiderstedt erläuterte, dass diese Methode aufgrund von Verwerfungen, Schäden und unsachgemäßer Anschlüsse nicht infrage komme. Eine andere Anwohnerin wollte wissen, ob Schäden an den alten Häusern zu befürchten seien. Planer Jörg Gutzke versicherte, dass alles getan werde, dies zu verhindern. Man werde vorher die bereits vorhandenen Mängel begutachten und für später entstandene entsprechende Entschädigungen zahlen. Dann kam Dirk Hansen (Bauentwicklung Amt Eiderstedt) zu Wort: „Laut Kommunalgesetzgebung und Ausbau-Satzung der Stadt Garding werden die Bürger an den Kosten beteiligt. Von den beitragsfähigen Kosten in Höhe von 392 536 Euro werden 258 926 Euro auf die Anwohner verteilt.“ Das bedeutet einen Anteil von 20,75 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche für die Eigner. Bürgermeister Biermann schloss das Treffen mit den Worten: „Die nächste und abschließende Diskussion wird nun in der Politik geführt – die Stadtvertretung entscheidet letztlich über diese Maßnahme.“

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