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29. Husumer Filmtage : Annäherung an die eigenen Ängste

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

„Ich bin“: Ein Selbstfindungs-Projekt kreativer Jugendlicher feiert bei den Husumer Filmtagen Premiere - und die nächste Aktion ist schon in Planung.

Nun ist es nur noch ein Tag bis zur Premiere von „Ich bin“ bei den Filmtagen – der dritte Streich des Vereins Tabu-Filmprojekte Husum im Hause Dawartz, wo Helga Lütjens Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren um sich schart, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen (wir berichteten mehrfach). Wie im vergangenen Jahr mit ihrem Beitrag „Tabu -Trost, Abschied, Befreiung, Überwindung“ will die Gruppe auch ihr neuestes Werk anlässlich der Filmtage-Matinee am morgigen Sonntag, 5. Oktober, ab 11 Uhr im Kino-Center, Neustadt 114, zeigen. Nach der Vorführung findet wie 2013 eine Gesprächsrunde mit den Filmemachern statt.

Bei „Ich bin“ geht es um das Thema Identität. Die Beteiligten beschäftigen sich mit der Frage, „wer wir sind und was uns einzigartig macht“. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung weiter: „Wir wollen herausfinden, was wir besonders gut können und trauen uns an unsere Ängste heran. Wir zeigen in diesem Film, dass der Übergang vom eigenen, unverfälschten Ich zum fremdbestimmten Individuum fließend ist und oft kaum bemerkt wird. So finden wir heraus, wann und wie wir unsere Einzigartigkeit aufgegeben haben zugunsten von scheinbaren Idealen, die jemand anderes für uns formuliert hat.“ Das Motto des Filmteams lautet: „Sei du selbst, alles andere gibt es schon!“

Eine Vorpremiere in Bad Oldesloe verlief übrigens überaus erfolgreich. 100 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren waren beeindruckt und fühlten sich vom Thema angesprochen, heißt es dazu in der Pressemitteilung weiter. Viele der anwesenden Schüler wollten sich sofort zum Casting für den nächsten Film anmelden.

Mit einem anspruchsvollen und zugleich beklemmenden Streifen waren im Kino-Center die 29. Filmtage eröffnet worden. Man habe mit Bedacht die 27 Filme und neun Kurzfilme ausgesucht, sagte Volkshochschuldirektor Hans-Peter Schweger zur Begrüßung. „Mit den Themen ,Erster Weltkrieg‘ und ,Freiheit in Gefahr‘ haben wir zwei Schwerpunkte gesetzt.“ Die Werke zum Krieg sollten als Bildgedächtnis verstanden werden. Und der erste Film „Antons Fest“, der von einer Familienfeier handelt, bei der fast alles außer Kontrolle gerät, sei eine Herausforderung und zwinge zum Nachdenken. Der im Juni im Alter von 49 Jahren gestorbene Schauspieler Frank Jacobsen – er stammte aus Husum – spielte hierin eine Hauptrolle.

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erstellt am 04.Okt.2014 | 17:00 Uhr

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