Leck : Anlieger wehren sich gegen Ampel-Pläne

Diskussion um Ampeln in der Hauptstraße an den Kreuzungen Bergstraße und Kirchhofstraße.

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12. April 2013, 09:17 Uhr

Leck | Die Sicherheit muss verbessert werden, aber nicht so. Das ist das Fazit einer Informationsveranstaltung die Mittwochabend im Lecker Rathaus stattfand. Auf der Versammlung, an der rund 50 Bürger teilnahmen, ging es um die Errichtung zusätzlicher Ampeln in der Hauptstraße an den Kreuzungen Bergstraße und Kirchhofstraße.

Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) hatte bei seinen Verkehrsschauen Handlungsbedarf festgestellt, besonders um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu gewährleisten. "Der Verkehr muss besser organisiert werden", fasste Rüdiger Scholz vom LBV-SH auf der Veranstaltung zusammen. Ein Verkehrsplaner war beauftragt worden, ein erstes Konzept zu entwerfen. Dieses wurde dem Infrastruktur- und Umweltausschuss der Gemeinde im Detail im Februar vorgestellt (wir berichteten). Für die Bürger wiederholte Planer Ronald Mehling die Präsentation.

Unter den Anwesenden waren neben vielen Gemeindevertretern vor allem Anwohner und Geschäftsleute des betroffenen Abschnitts - und ihr Urteil fiel nicht positiv aus. Vorsitzender Sven Lück ergriff das Wort für den Handels- und Gewerbeverein, der sich in mehreren Sitzungen mit der neuen Verkehrsplanung beschäftigt hatte. "Natürlich möchten wir, dass alle Menschen sich gefahrlos durch den Ort bewegen können, aber in einigen Details sehen wir die aktuellen Planungen kritisch." Lück listete sieben Punkte auf. Hauptkritik waren dabei die eingeschränkten Ein- und Abbiegemöglichkeiten für die Straße Markt, die Verengung der Kirchhofstraße durch das Anlegen einer zweiten Spur und die stark eingeschränkte Zufahrt zur Heinrichstraße. Zahlreiche weitere Wortmeldungen untermauerten diese Kritikpunkte. Zudem wurde der erschwerte Zugang zu den Parkplätzen der VR-Bank und des Elektronikhandels Erichsen bemängelt. "Wenn Sie uns die Parkplätze dicht machen, kann ich meinen Laden schließen", formulierte es Peter Erichsen drastisch.

Auch bauliche Veränderungen, wie beispielsweise eine Verbreiterung der B 199 an entscheidenden Stellen, wurde in der Diskussion angeregt. Doch Rüdiger Scholz machte deutlich, dass der Bund, der die Kosten für die Errichtung der neuen Ampeln tragen würde, nicht für Umbauarbeiten zahlt.

Die meisten Anwesenden sprachen sich am Ende dafür aus, lediglich Bedarfsampeln für Fußgänger an kritischen Stellen zu errichten. Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn versprach, dass die Vorschläge und Anregungen aufgenommen würden. Über eine überarbeitete Planung werden dann der Fachausschuss und die Gemeindevertretung entscheiden.

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