Sanierungsarbeiten : Anlieger vom Matsch genervt

Hohe Bordsteinkanten vor den Grundstückseinfahrten und Matsch sorgen für Ärger.
Hohe Bordsteinkanten vor den Grundstückseinfahrten und Matsch sorgen für Ärger.

Seit drei Wochen sind die Grundstücke in der Friedrichstädter Eiderallee nicht mehr mit dem Auto erreichbar, die Straße wird saniert. Nun verzögert sich die Fertigstellung - und die Bewohner werden immer ärgerlicher.

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08. November 2013, 17:00 Uhr

Die Anlieger der kleinen Eiderallee in Friedrichstadt sind sauer. In erster Linie auf die Stadt, denn deren Vertreter haben sich gegen den Widerstand der Bürger für eine komplette Sanierung des schmalen Verbindungsweges zwischen Schleswiger Straße und Brückenstraße entschieden. Immer wieder hatten die Anlieger im Rathaus bei diversen Sitzungen der Fachausschüsse und des Stadtrates kundgetan, dass sie den Zustand der Straße für nicht so schlecht ansehen, dass sie erneuert werden müsste. Doch aller Protest half nicht, die Eiderallee, an deren östlicher Seite sechs Wohnhäuser und der städtische Bauhof liegen, westlich schließt sich der Friedhof an, wurde im Spätsommer aufgerissen.

Ende Oktober sollte eigentlich alles beendet sein, doch die Fertigstellung der Arbeiten ist noch nicht absehbar. Gut, dass schlechtes Wetter immer mal die Zeitplanung durcheinander bringen könne, dafür habe man Verständnis, sagt ein Anlieger, der nicht genannt werden möchte. Aber mittlerweile könne der Zustand nicht mehr hingenommen werden. Seit drei Wochen nämlich komme niemand mehr mit seinem Fahrzeugen auf das eigene Grundstück. Und da die ganze Straße eher einer großen Matschkuhle denn einer Fahrbahn gleicht, kann wenn überhaupt, ein Auto nur im Schritttempo bewegt werden, eine Autowäsche ist danach ratsam. Auch schwere Getränkekisten müssen zu Fuß geschleppt werden. Und das ist ein Hauptproblem, auch zu Fuß lässt sich die Straße eigentlich nicht mit normalem Schuhwerk passieren, Gummistiefel sind Pflicht.

Nun erhielten die Anlieger ein Schreiben von der Bauverwaltung. Darin wird ihnen mitgeteilt, dass sich wegen der widrigen Witterung die Fertigstellung weiter verzögern werde. Doch am Donnerstag (14.) will ein Vertreter des Bauamtes ab 8.30 Uhr direkt in der Eiderallee den weiteren Verlauf erläutern. Dann sind es bereits vier Wochen her, dass letztmalig ein Auto ein Privat-Grundstück in der Baustelle Eiderallee erreicht hat.

Wolfgang Schäfer, Leiter des Ordnungs- und Bauamtes beim Amt Nordsee-Treene, kann den Ärger der Anlieger verstehen, verweist aber auf technische Probleme. Der Tragkies sei derart durchweicht, dass er nicht aufgebracht werden könne. Und bevor die Asphaltdecke gelegt werde, müsse es mindestens drei Tage trockenes Wetter gegeben haben, sonst reiße die Straßendecke beim nächsten Frost wieder auf.

Der Amtsvertreter räumt ein, das es einige Probleme auf der Baustelle gegeben habe, die Verwaltung hätte daher mehrfach bei der Baufirma vorgesprochen. So sei der Polier eigentlich nie auf der Baustelle anzutreffen gewesen, so dass sich die Anlieger auch bei Fragen allein gelassen gefühlt hätten. Einen genauen Terminplan, wann die Tragschicht eingebracht wird, damit asphaltiert werden kann, konnte Schäfer nicht nennen, er verweist auf den Termin am kommenden Donnerstag.

Kritik der Anlieger an der Verlegung von Leerrohren für ein späteres Glasfaserkabel und das schnelle Internet, wies Schäfer zurück. Es sei üblich, nur ein Leerrohr ohne Abzweigungen zu legen, technisch sei es nämlich kein Problem, später Kabel einzuschießen.

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