zur Navigation springen

Gefährliche Pflanze : Angler kämpfen gegen Bärenklau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Kreisanglerverband Nordfriesland ist als Pächter eines Gewässers in Husum verpflichtet, den gefährlichen Bärenklau zu beseitigen – zunehmend ein Problem.

Schon früh im Jahr hatten ihn Husumer am Nordrand eines Gewässers im Ortsteil Rödemis entdeckt und bei der Unteren Naturschutzbehörde sowie beim Amt Nordsee-Treene Alarm geschlagen: Der Bärenklau wuchs dort – und wurde mit im weiteren Verlauf des Jahres zunehmender Größe als Bedrohung wahrgenommen.

Der Riesenbärenklau mit einer Höhe von fast drei Metern ist vor allem gefährlich, wenn man ihm zu nahe kommt, die Stämme oder Blätter beschädigt und dabei die Säfte der Pflanze auf die Haut bekommt. Verbrennungen mit großen Brandblasen können die Folge sein, wenn die Haut anschließend der Sonne ausgesetzt wird. Diese Gefährdung wollte das Amt Nordsee-Treene den Bürgern nicht zumuten und verfügte deshalb, dass der Kreisanglerverband als Hauptpächter und der Angelsportverein Nordseekant als Unterpächter des Gewässers am Lagedeich die umfangreichen „Bärenklau-Plantagen“ zu entsorgen hätte.

Dass die Angler für diese Arbeiten herangezogen werden können, ist dem geltenden Vertrag mit ihnen geschuldet. Er sieht vor, dass sie als Pächter der Wasserflächen in der ehemaligen Bodenentnahmestelle die Pflege des gesamten Biotops zu leisten haben. Jürgen Töllner, Vorsitzender des Kreisverbandes, erinnert sich noch an die ambitionierten Verhandlungen, die sein Vorgänger Otto Schmidt seinerzeit mit Eugen Kelch von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises geführt hatte. Beide hatten sich dafür eingesetzt, dass die Angler Teile des Gewässers nutzen können, aber als Preis dafür das Biotop betreuen und pflegen müssten. „Angesichts der in den vergangenen Jahren verstärkt wachsenden Bärenklau-Kolonien wird die seinerzeit vereinbarte Pflege zum Problem, denn die Beseitigung der zahlreichen großen Pflanzen ist aus unserer Sicht etwas grundsätzlich anderes als das Beschneiden von Büschen oder das Sammeln von Müll um das Gewässer herum“, so Töllner.

Der Kampf gegen den Bärenklau gehöre seiner Meinung nach in die Hände von Fachleuten. Er könne es den ehrenamtlichen Gewässerwarten kaum zumuten, gesundheitliche Schäden zu riskieren.

Töllner vertritt zudem die Auffassung, dass der Bärenklau an den Standorten kaum die Anlieger direkt bedrohen könne, da er an den Rändern des Gewässers wächst, die von Spaziergängern gar nicht aufgesucht werden dürften. Allerdings fragt sich der Kreisangler-Chef, wie es im Bereich des Lagedeiches zu einer derart auffälligen Häufung der Pflanze kommen konnte. „Wir werden nun auf jeden Fall versuchen, für diese Arbeiten Gelder einzuwerben, um damit eine qualifizierte Firma bezahlen zu können.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen