zur Navigation springen

Ergebnis der Treenekonferenz : Angler als Wächter der Wasserqualität

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Treenekonferenz, ein Zusammenschluss von Angel- und Naturschutzvereinen am Fluss, tagte zum dritten Mal. Die Gewässerwarte der Sportfischervereine wollen ein einheitliches Beprobungssystem einführen.

Die Treene vom Treßsee bis zur Mündung in Friedrichstadt ist das Angelrevier, aber auch das naturschutzfachliche Betreuungsgebiet verschiedener Vereine, die sich jüngst zum dritten Mal zur Treenekonferenz trafen, die vom Kreisanglerverband Nordfriesland initiiert wurde. Dieser kreisübergreifende Zusammenschluss will in Ergänzung zur Arbeit der öffentlichen Stellen und der Arbeitsgruppen zur europäischen Wasserrahmenrichtlinie den Zustand des Flusssystems beobachten und naturschutzfachlich betreuen. Helmut Rudolph, Geschäftsführer der Treenegemeinschaft gbR und Vorsitzender des Angelsportvereins Jübek, hieß die Konferenzteilnehmer im Archepark Eggebek willkommen und begrüßte mit Dr. Hans Heinrich Hennings, der unter anderem als Verbandsingenieur des Gewässer- und Landschaftsverbandes Flensburger Förde tätig ist, einen Wasserökologen.

Unter der Überschrift „Herkunft chemischer Gewässereinträge und mögliche Abhilfen“ über ein Pilotprojekt am Langsee, bei dem es um die Untersuchung von mehreren Seezuflüssen zur Identifizierung von außerordentlichen Nährstoffeinträgen ging. Die Konferenzteilnehmer konnten sich ein Bild davon machen, dass das Ausfindigmachen von belastenden Einträgen an der Treene und ihren Zuflüssen ein örtlich und zeitlich sehr enges Beprobungsnetz notwendig macht, das von den Angelvereinen und -verbänden allein nicht aufzubauen ist. Biologe Martin Purps vom Landessportfischerverband ermutigte die Konferenz, trotzdem an dem Gedanken der aktiven naturschutzfachlichen Betreuung des wichtigen Gewässersystems festzuhalten. Purps stellte die Hegepflicht der Angelvereine in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen, die den Vortrag Dr. Hennings an diesem Abend vervollständigten. Angelvereine und ihre Gewässerwarte seien nicht etwa als Konkurrenten der öffentlichen Stellen zu betrachten, sondern sie hätten aufgrund ihrer ständigen Präsenz am Gewässer erhebliche Informationsvorsprünge, die bei der Beobachtung und Betreuung eines Gewässers unbedingt genutzt werden sollten. Jürgen Töllner vom Kreisanglerverband: „Wir wollen immer mehr Personen und Institutionen in diese Konferenz einbeziehen. Deren gemeinsames Ziel soll die Herstellung und der Erhalt eines guten ökologischen Zustandes des Flusses und seiner Nebensysteme sein. Und da brauchen wir die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Gruppen, die dieses Ziel erreichbar werden lassen können.“ Derzeit werde überlegt, welchen Beitrag die Angler und ihre Organisationen leisten könnten. Das nächste Treffen der Treenekonferenz soll im November stattfinden. Dann wollen sich die Gewässerwarte auf ein gemeinsames Beprobungssystem einigen, das für die beteiligten Vereine realistisch und umsetzbar ist. Sie wollen zu Experten für Gewässerökologie fortbilden.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen