zur Navigation springen

Vorbildliche Petrijünger : Angler als spendable Helfer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Förderkreis für krebskranke Kinder freut sich über eine Spende der Friedrichstädter Angler. 110 Petrijünger sammelten 2.500 Euro, die jetzt an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen das Leben erleichtern helfen.

110 Angler aus ganz Deutschland sorgten am Wochenende nicht nur für eine sehr gute Auslastung bei den örtlichen Vermietern, sondern verfolgten mit ihrer großen Benefizaktion einen guten Zweck. Zum feierlichen Schluss-Akt am Sonntag nahm der Vorsitzende des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche tief gerührt einen Scheck über 2.500 Euro entgegen. Dabei war dies keine einmalige Angelegenheit, denn Bernd Kruse war bereits zum vierten Mal im Holländerstädtchen, um einen derart großen Betrag entgegenzunehmen. „Angefangen hat eigentlich alles damit, dass meine Tochter Spenden für einen krebskranken Mitschüler gesammelt hat“, berichtete Jörg Ovens in einem kurzen Rückblick. Für ihn war das der Auftakt zu dieser Spendenaktion. Die Vorbereitungen dauern in jedem Jahr Monate, „aber“, so unterstreicht Jörg Ovens, „diese Arbeiten nehmen wir gerne auf uns – und wir machen das hoffentlich noch lange so weiter.“

Bernd Kruse gehört dem Förderverein seit 27 Jahren an, seit sechs Jahren ist er dessen Vorsitzender. Mittlerweile finanziert der Verein unter anderem dreieinhalb Arbeitsplätze am UKSH in Kiel. Das Geld, das der Vorsitzende im Lande einsammelt, soll dem Einsatz einer „Brückenschwester“ dienen, die die jungen Patienten nach dem Klinikaufenthalt betreut.Dabei ist der Verein sehr auf Spenden angewiesen, „denn“, so gibt Bernd Kruse zu bedenken, „nicht alles wird von den Krankenkassen finanziert.“

Jörg Ovens ist erfreut, „dass diese gute Sache gemeinsam vom Angelsportverein Schwabstedt (FASV), dem Sportfischerverein Treene (SFV) und der Jörg Ovens Angelgeräte GmbH getragen wird“. Sein Fazit: „Wir haben es in Deutschland verhältnismäßig gut. Und wer es gut hat, der darf doch auch etwas abgeben.“ Weitergegeben hat der Förderverein bislang viel – neben den dreieinhalb voll finanzierten Stellen unter anderem eine halbe Million Euro für ein zusätzliches Stockwerk an der onkologischen Station des Universitätsklinikums sowie für ein Elternhaus, in dem die Begleitpersonen der jungen Patienten kliniknah untergebracht werden können und die bislang landesweit einmalige Einrichtung eines Psychosozialen Dienstes für Familien mit krebskranken Kindern.

Zum Abschluss der Spendenübergabe gibt der Vereinsvorsitzende aus Fockbek aber auch diese nachdenklich stimmenden Worte mit auf den Weg: „Wir betreuen jährlich 50 neu erkrankte Kinder und Jugendliche. Dafür sind uns die Eltern dankbar – und wir wiederum unseren Spendern.“ Etwas ganz Besonderes aber verbindet den Vereinsvorsitzenden mit Friedrichstadt: „Der erste Preis eines Gewinnspieles des Radiosenders R.SH war ein Grundstück in Fargau am Selenter See. Die Gewinnerin Thea Christiansen aus Friedrichstadt hat uns dieses Grundstück geschenkt, wir haben darauf ein schönes Ferienhaus errichtet. Hier dürfen sich Familien während oder nach der schweren Erkrankung ihres Kindes erholen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen