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Sprudelnde Steuerquellen : Amtsumlage wird gesenkt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinden im Bereich Viöl zahlen künftig zwei Prozent weniger in die Amtskasse. Die Umlage wird auf 17 Prozent gesenkt. Grund dafür sind die kräftigen Steuereinnahmen, die aber auch die Schlüsselzuweisungen drücken.

Es ist eine gute und zugleich unerwartete Nachricht, mit der Viöls Amtsvorsteher Thomas Hansen in der jüngsten Sitzung aufwartete. So soll die Amtsumlage von derzeit 19 um zwei Prozentpunkte gesenkt werden. „Wir wollen von den Gemeinden nur so viel Geld, wie wir benötigen“, erklärte Hansen. Anfang des Jahres sei man von einem Volumen von gut sieben Millionen Euro ausgegangen. Doch schon jetzt sei klar, dass bis Ende des Jahres eine Millionen Euro mehr in die Amtskasse fliesen werden. „Dies hat mit der enormen Steigerung der Steuerkraft in den einzelnen Gemeinden zu tun“, erläuterte Hansen. Durch die höheren Steuereinnahmen aber die Schlüsselzuweisungen niedriger.

Die wirtschaftliche Situation des kirchlichen Friedhofes in Viöl sieht nicht gut aus. Diese Situation sei seit Jahren bekannt, so Hansen. Vor zwei Jahren hat der Kirchenkreis Nordfriesland angekündigt, Gespräche über eine mögliche finanzielle kommunale Beteiligung der Gemeinden an der Defizitabdeckung der Friedhöfe zu führen.  Nun soll das Kämmereiamt die Gespräche der Gemeinden mit der Kirchengemeinde koordinieren, darauf einigte sich das Gremium. In den kommenden Jahren wird das Amt weiterhin in die EDV des Amtes investieren. So sollen in den nächsten vier Jahren jährlich 25.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Außerdem sind im Haushaltsjahr 2016 rund 15.000 Euro für den Bau eines Mitarbeiterparkplatzes vorgesehen.

Noch nie sei die Erarbeitung eines Haushaltes so schwierig gewesen, wie für das Jahr 2015, erklärte Uwe Linau, Leiter der Amtskämmerei in Viöl. Die Neufassung des Finanzausgleichsgesetzes und die aktuelle Steuerschätzung habe für große Unsicherheiten gesorgt. „Nach derzeitigen Berechnungen gehe ich davon aus, dass wir das Jahr 2015 mit einem Fehlbetrag von gut 84.000 Euro schließen werden.“ Außerdem sind im Haushalt Investitionen in Höhe von 265.000 Euro eingerechnet. Dieser Betrag sei für die Bürger-Breitband-Netzgesellschaft vorgesehen, erklärte Linau weiter. Doch das kommende Jahr sei mit vielen Unsicherheitsfaktoren verbunden. „Wie wir am Ende finanziell dastehen, werden wir in einem Jahr wissen.“

Weiter beschäftigte sich das Gremium mit dem geplanten Erweiterungsbau am Amtsgebäude. Doch noch befinde man sich in der Findungsphase, so Thomas Hansen. Über die Absicht, die Polizeistation in den Neubau zu integrieren (wir berichteten), berichtete Bürgermeister Heinrich Jensen. Es habe einen ablehnenden Bescheid vom Innenministerium gegeben. „Ich kann die Begründung nicht nachvollziehen.“ Doch die Gemeinde Viöl sei hartnäckig geblieben und habe weitere Versuche unternommen, die Entscheidungsträger von der Notwendigkeit zu überzeugen. Schließlich habe das Ministerium eine schriftliche Bestätigung darüber gefordert, dass der Mietbetrag sich dadurch nicht verändern würde. Dann stehe dem Umzug nichts mehr im Wege, sei ihm mitgeteilt worden. „Es liegt noch kein Bescheid vor, doch ich bin zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind“, so Jensen.

Am Ende meldete sich der stellvertretende Amtswehrführer Walter Petersen mit einem Antrag zu Wort. Derzeit sei geplant, im kommenden Jahr kreisweit bei allen Wehren einen Tag der offenen Tür zu gestalten. Dabei gehe es darum, die Arbeit der Feuerwehr vorzustellen und so neue Mitglieder zu gewinnen. Weiter setzte er sich dafür ein, dass die Aktiven für ihre Arbeit belohnt werden sollten. So stellte er den Antrag, dass sie und ihre Familienmitglieder freien Eintritt in allen öffentlichen Schwimmbädern im Amt Viöl in Form einer Familienkarte bekämen. Dieser Antrag traf überwiegend auf eine positive Resonanz, doch müssen dei Gemeinden noch darüber abstimmen.

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