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Dauerausstellung mit 30 Werken : Amtshaus wird zur Kunstgalerie

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Garding wurde eine dauerhafte Bilderausstellung mit 30 Werken von Dieter Staacken und Diether Kressel eröffnet. Das Amtshaus verwandelt sich dadurch in eine Galerie mit Eiderstedt-Motiven.

Damit hatte weder Amtsdirektor Herbert Lorenzen, noch der Vorsteher des Amtes Eiderstedt, Christian Marwig, gerechnet. „Ich freue mich, dass mehr Menschen gekommen, als eingeladen worden sind“, stellte Lorenzen im Rahmen einer Vernissage in der Amtsverwaltung Eiderstedt in Garding schmunzelnd fest. Auf diese Weise gebe es aber sicher noch mehr Multiplikatoren, die Werbung für „Kunst im Amt“ machen würden. Ab sofort kann zu den üblichen Geschäftszeiten im Amtsgebäude eine dauerhafte Bilderausstellung mit etwa 30 Werken des Gardingers Dieter Staacken sowie des im Januar verstorbenen Hamburger Malers Diether Kressel, in Augenschein genommen werden.

Hans-Jürgen Krähe, seines Zeichens ehemaliger Kunsterzieher am Nordsee-Gymnasium St. Peter-Ording sowie Kunstfreund Eckhard Kloth, hatten die repräsentative Auswahl zusammengestellt. Nicht nur für die Ausstellung gab Lorenzen den Startschuss, sondern benannte das Trauzimmer nun in Gedenken an den verstorbenen Künstler in „Kressel-Zimmer“ um. Eigentlich war der Akt im Beisein des in Koldenbüttel lebenden Malers und Grafikers geplant gewesen. Dort zieren nun einige Werke des gebürtigen Hamburgers die Wände.

Die Liste der gut gelaunten Ehrengäste war lang, nicht minder manches Grußwort. Sie schauten sich schon lange vorher die Kunstschätze an. Dieter Staacken gab Rede und Antwort zur Entstehung jeder seiner Arbeiten. So gaben sich unter anderem der stellvertretende Landrat Jörg von Sobbe, Ehren-Amtsvorsteher und frühere Kreispräsident Albert Pahl, Gardings erster stellvertretender Bürgermeister, Kay Eggers, Rainer Balsmeier, Bürgermeister von St. Peter-Ording, nebst Bürgervorsteher Boy Jöns, und weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Künstlerkollegen die Ehre. Dieter Staacken dankte allen, die zum Gelingen beigetragen hatten. Sie sei eine Bereicherung für das Haus und könne auch Menschen Kunst nahebringen, die sonst in keiner Galerie zu finden sind. „Die Bilder können inspirieren und zum Spiegelbild für jeden werden“, so Staacken. St. Peter-Ordings Bürgervorsteher brach eine Lanze für alle Künstler Eiderstedts. Sie hätten einen „Raum der Kunst“ verdient. Davon träume er zumindest. Bisher waren und sind die verschiedenen Ausstellungsorte nur wenigen Akteuren vorbehalten.

Hans-Georg Hostrup beglückwünschte als Vertreter der IG Baupflege Nordfriesland die Akteure für die gelungene Auswahl der Bilder, die eindrucksvoll die Landschaft Eiderstedt, ihre Menschen in vielerlei Situationen sowie Traditionen zeige. Jeder Künstler habe individuelle Akzente gesetzt. Staacken, den er seit Jahrzehnten persönlich kenne, mache gerade jungen Menschen Mut, sich mit ihrer Heimat und damit den Wurzeln auseinanderzusetzen.

Die Laudatio hielt schließlich Hans-Jürgen Krähe. „Es geht nicht nur um eine Ausstellung, sondern eine Würdigung zweier Künstler, die mit unserer Region verbunden sind und ihr mit ihrer Arbeit ein Gesicht gegeben haben“, sagte er. Staacken habe die Mommsen-Stadt erst zu einer solchen gemacht und sie quasi durch seine Kunst „wiederbelebt“. Das Denkmal für den großen Sohn der Stadt sei stellvertretend genannt. Diether Kressel war von Haus aus Hamburger Künstler, dort geschätzt und mit vielen Kunstpreisen anerkannt. Sein Ruf drang auch nach Schleswig-Holstein. Das Landesmuseum Schleswig erwarb immer wieder neue Bilder und Radierungen, die von höchster Präzision geprägt waren. „Wir sind froh, dass die Gemeinde St. Peter-Ording einige erwerben konnte. Sie sind nun teilweise hier im Amtsgebäude zu sehen“, so Krähe. Kressels Werke bestechen durch die Meisterschaft gestalterischer Umsetzung. Gern habe er in seinem Sommeratelier in Koldenbüttel gearbeitet. Die Ausstellung kann von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 12.30 Uhr sowie zusätzlich donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr besucht werden. Info: www.st-peter-ording.de oder 04863/9990. Foto: rah



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