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Vertrauen in Verwaltungs-Chef : Amtsdirektor kann wiedergewählt werden

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Amtsausschuss von Eiderstedt hat – allerdings mit knapper Mehrheit – beschlossen, die Stelle nicht auszuschreiben. Damit ist der Weg frei für eine Wiederwahl von Herbert Lorenzen, der am 1. August 2008 seinen Dienst in Garding angetreten hatte.

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erstellt am 01.Feb.2014 | 07:00 Uhr

Fast sechs Jahre ist Herbert Lorenzen nun Amtsdirektor von Eiderstedt und damit verantwortlich für die Verwaltung von 15 Gemeinden inklusive St. Peter-Ording und der Stadt Garding. Außerdem besteht mit der Stadt Tönning eine Verwaltungsgemeinschaft. Seine Amtszeit endet am 31. Juli. Laut gesetzlicher Bestimmung ist der Amtsdirektor vom Amtsausschuss zu wählen.

In seiner jüngsten Sitzung befasste sich das Gremium nun mit dem Procedere für die Besetzung des Postens. In Vorgesprächen hatte sich die Runde darauf verständigt, dass zunächst darüber abgestimmt wird, ob die Stelle des Amtsdirektors öffentlich ausgeschrieben werden soll. Wenn darauf verzichtet wird, erläuterte Protokollführer Wolfgang Beushausen, dann würde in einer nächsten Sitzung der Amtsdirektor gewählt werden. Herbert Lorenzen will wieder kandidieren.

Oldensworts Bürgermeister Frank-Michael Tranzer plädierte für eine Ausschreibung. „Wir sollten uns die Möglichkeit geben, andere Bewerber anzusehen. Und das ist völlig wertneutral gemeint. Es schließt ja nicht aus, dass der jetzige Amtsdirektor dann auch der neue ist.“

Bei der anschließenden Abstimmung sprach sich dann allerdings doch eine knappe Mehrheit für den Verzicht auf die Ausschreibung aus. 13 stimmten dafür, acht dagegen, einer enthielt sich. Zwölf Ja-Stimmen hätten es mindestens sein müssen. In einer nächsten Sitzung steht nun also Herbert Lorenzen zur Wiederwahl. Für ihn reicht dann eine einfache Mehrheit, um Amtsdirektor zu bleiben, wie Beushausen erklärte: „Es würde also genügen, wenn einer mit Ja stimmt und sich der Rest enthält.“ Lorenzen, der während der Beratung des Tagesordnungspunkts und der Abstimmung den Saal verlassen hatte, bedankte sich für das Votum.

Unter dem Tagesordnungspunkt Mitteilungen kommentierte Eiderstedts Schulverbandsvorsteher Rainer Balsmeier die Genehmigung der Oberstufe in Tönning: „Es ist politisch entschieden worden, nicht sachlich und fachlich.“

Auf die Frage von Amtsvorsteher Christian Marwig, was denn mit den Spenden und Vereinsbeiträgen für Pro Eiderstedt und die Interessengemeinschaft Eiderstedter Kulturlandschaft (IEK) geschehen sei, erklärte Peter Theodor Hansen (Osterhever), dass das Restgeld für die nicht erhobene Klage an die Spender zurückgezahlt worden sei. Die übrigen 2500 Euro kämen auf ein Festgeld-Konto, habe der Zusammenschluss entschieden. Die Internetseite werde geschlossen, der Verein solle aber weiter bestehen. Pro Eiderstedt war während der kontroversen Debatte um das Eiderstedter Vogelschutzgebiet gegründet worden. „Es müsste ja mal eine Wahl oder eine öffentliche Versammlung stattfinden“, merkte Marwig an. Es hätten viele Leute sehr viel Geld gespendet.

Zu Beginn der Sitzung stellte Dr. Matthias Hüppauff die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland vor, deren Geschäftsführer er ist. Ziel ist es, den Standort überregional zu vermarkten. Es werden die Felder Tourismus, Windkraft, Konversion von ehemaligen Bundeswehrstandorten und Einzelhandel bearbeitet. Zum Thema Europäische Förderung für strukturschwache Gebiete (EFRE) mahnte er, sich zu beeilen, wenn von den möglichen 50 Millionen Euro für die Westküste etwas in die Region fließen soll.

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