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Bredstedt : Amtsausschuss stimmt für den Streetworker

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Einziger Vorbehalt der Gremiumsmitglieder: Die Finanzierung muss stimmen.

Bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung hat der Amtsausschuss des Amtes Mittleres Nordfriesland das Projekt Streetworker/Amlupper beschlossen. Unter Vorbehalt allerdings. Denn Bedingung ist eine Änderung der Höchstfördersätze in der Aktiv-Region-Entwickungsstrategie. Sie werden dort derzeit diskutiert, eine Zustimmung des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) liegt noch nicht vor. Werden sie umgesetzt, ist für die Ausschussmitglieder das Erreichen von mindestens 25 Förderpunkten für das Projekt (was einer neuen Fördersumme von 150.000 Euro entsprechen würde) Voraussetzung. Sind die Bedingungen erfüllt, soll die Projektlaufzeit drei Jahre betragen. Im Anschluss, so der Plan, möchte das Amt Mittleres Nordfriesland die Funktion des Streetworkers mit Unterstützung der Wirtschaft (Handels- und Gewerbevereine) verstetigen. Dafür wird ein halbes Jahr vor Ablauf der Zeit zunächst ermittelt, was es gebracht hat, ob die weitere Notwendigkeit besteht – und dann wird entschieden, wie es weitergeht.

Grundsätzlich werde das Projekt Streetworker positiv gesehen, erklärte der Leitende Verwaltungsbeamte Dr. Bernd Meyer zu Beginn der Diskussion. Es hat Modellcharakter, denn zum ersten Mal kommt in der Region Mittleres Nordfriesland ein Streetworker für die Präventive Jugendarbeit zum Einsatz. „Ein Präventionsprogramm für Jugendliche geht das gesamte Amt an“, ergänzte Meyer. Das Problem sei die Finanzierung. Der finanzielle Aufwand sei sehr hoch. Die Gesamtkosten für die drei Jahre belaufen sich – neben den reinen Arbeitsplatzkosten kommen Fahrtkosten und anderes in Höhe von 15.000 Euro hinzu – auf 261.000 Euro. Schwierig sei eine Kofinanzierung über die Aktiv-Region nach derzeit geltender Strategie und Fördergrenze, denn die Fördersumme sei bei 100.000 Euro gedeckelt. Somit bliebe, zieht man die bereits von sieben Projektpartnern zugesagten Mittel in Höhe von 8.250 Euro (für die gesamten drei Jahre) ab, immer noch eine Eigenleistung von 152.750 Euro beim Amt und den Gemeinden.

Sollte die Entwicklungsstrategie der Aktiv-Region, wie geplant, geändert werden, so sinke damit dieser Eigenanteil. Abhängig von den Projektbewertungspunkten wären es bei 25 Punkten (Fördersumme 150.000 Euro) eine Eigenleistung von 102.750 Euro, bei 30 Punkten (Fördersumme 200.000 Euro) sinke diese sogar auf nur 57.000 Euro.

Keinesfalls in Frage gestellt wurde von den Sitzungsteilnehmern die Sinnhaftigkeit eines Streetworkers, denn zu tun gebe es für ihn oder sie in der Region einiges. Das Projekt richtet sich an Jugendliche ab dem 12. und bis maximal zum 25. Lebensjahr. Ziel ist deren Schutz, Unterstützung und Betreuung – und zwar „ergänzend zur guten Arbeit der Jugendzentren“ und mit deren Zusammenarbeit. „Der Streetworker soll Ansprechpartner und Anlaufstelle für Jugendliche, Lehrer, Arbeitgeber und Familien sein“, heißt es in der Beschlussvorlage – und das in allen Lebenslagen. Präventionsarbeit für Jugendliche sei auch ein Standortvorteil, die Vernetzung mit anderen Organisationen und Behörden stelle einen Mehrwert dar. Trotz Diskussion verschiedener Möglichkeiten: Die Projektträgerschaft der Streetworkerstelle soll das Amt Mittleres Nordfriesland übernehmen. Idee ist es, sie dem Team Integration anzugliedern. Dennoch, so Meyer, werde man eng mit anderen Institutionen zusammenarbeiten.

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erstellt am 02.Aug.2017 | 14:00 Uhr

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