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Husumer Nachrichten

18. November 2017 | 03:54 Uhr

Mildstedt : Amt schreibt schwarze Zahlen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Haushalt 2017 von Nordsee-Treene wird ausgeglichen abschließen, 2018 wird mit einem Plus von gut 100.000 Euro gerechnet.

Mit einem ausgeglichenem Amts-Haushalt in diesem Jahr und einem voraussichtlichen Überschuss von gut 110.000 Euro im nächsten Jahr können die Gemeinden des Amtes Nordsee-Treene rechnen. Und so ist auch noch Geld übrig zur Feier des zehnjährigen Bestehens des Amtes Nordsee-Treene im nächsten Jahr. In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss ging es intensiv um beide Zahlenwerke. Zu beanstanden hatte das Gremium nichts und empfiehlt dem Amtsausschuss, der am 16. November in Wittbek tagt, einstimmig die Annahme des Haushalts für 2018.

Ausführliche Einblicke in die Entwicklung des Haushalts 2017 gab Amtskämmerer Udo Ketels: „Endgültige Zahlen liegen noch nicht vor. Die Personalkosten sind gegenüber dem Ansatz um 40.000 Euro gestiegen. Bei den Flüchtlingsunterkünften fehlen 70.000 Euro, bei den Landtagswahlen liegen wir mit den Ausgaben 20.000 Euro unter dem Ansatz.“ Beim Rechenzentrum bestehen 30.000 Euro Unterschuss, und die Umstellung der EDV kostet 366.700 Euro. Dazu der LVB: „Aktuell liegen wir da bei 352.000 Euro.“ Die Flüchtlingsunterbringung gestalte sich schwierig. Den Anteil für die Ämter könne man sich abschminken. „Die teuren Flüchtlingswohnungen werden abgeschafft, wir bringen sie in Wohnungen mit niedrigeren Mietkosten unter.“ Die Bilanz des Amtskämmerers: „Im Moment würde ich im Haushalt mit 95.000 Euro weniger rechnen. Wir kommen mit der Verschlechterung auf plus minus Null raus.“

Dann stellte Ketels den Haushalt 2018 vor: Der Ergebnisplan weist Erträge in Höhe von 6,63 Millionen Euro und einem Gesamtbetrag der Aufwendungen auf 6,51 Millionen Euro aus. Der Jahresüberschuss wird auf 113.700 Euro veranschlagt. Im Finanzplan belaufen sich die Einzahlungen auf rund 6,47 Millionen Euro, die Auszahlungen auf 6,28 Millionen Euro. Der Umlagesatz für die Amtsumlage wird auf 17,3 Prozent der Finanzkraft der Gemeinden (Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen) festgesetzt. Die Gemeinden haben insgesamt 4,3 Millionen Euro der Verwaltungskosten zu übernehmen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite wird auf fünf Millionen Euro begrenzt – dazu unterstrich der Amtskämmerer: „Die brauchen wir auch allmählich.“ Die Einwohnerzahl des Amtes betrug zum 31. März 2016 (ohne Friedrichstadt, damit besteht eine Verwaltungsgemeinschaft) 23.957 Einwohner.

Für das Personal des Amtes schlagen 4,2 Millionen Euro zu buche, davon werden rund eine Million Euro erstattet. Zurzeit sieht der Stellenplan 56,31 Stellen vor. 5.000 Euro sind eingeplant zur Feier des zehnjährigen Bestehens des Amtes Nordsee-Treene. Anmerkung von Amtsvorsteherin Eva-Maria Kühl: „Wir müssen auch noch einen Betrag für die Verabschiedung von unserem Leitenden Verwaltungsbeamten Claus Röhe einplanen.“ Für Heiterkeit sorgte der laute Zuruf von Nordstrands Bürgermeister Werner Peter Petersen: „Wenn Claus uns einlädt, kostet das doch nichts.“


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Kritik an den Straßenausbesserungs-Maßnahmen übte Rantrums Bürgermeister Horst Feddersen zu Beginn der Sitzung: „Wenn man sich das genau anguckt, ist das keine saubere Arbeit.“ Entgegnung von Claus Röhe: „Das hast du so bestellt.“ Rantrums Gemeindechef reagierte äußerst erbost: „Nein, nein -– in dieser Ausführungsqualität habe ich die Arbeiten nicht bestellt. Ich wollte was Ordentliches.“ Auch Amtsvorsteherin Eva-Maria Kühl aus Ostenfeld betonte: „Bei uns haben sie nicht alle Löcher gefunden.“ Werner Peter Paulsen regte an, dass die Maßnahmen künftig begleitet werden. Die Amtsvorsteherin sprach sich dafür aus: „Wir werden das Gespräch suchen. Generell sind die Arbeiten, die in 2017 gemacht wurden, aber gut gelaufen.“

Dann hatte sie eine Bitte: „Ich möchte eine Arbeitsgruppe bilden, die sich mit unserem Sitzungssaal im Amtsgebäude beschäftigt. Müssen wir anbauen, brauchen wir neues Mobiliar?“ In die Arbeitsgruppe meldeten sich die Bürgermeister von Mildstedt (Bernd Heiber), Oldersbek (Hans-Joachim Müller), Nordstrand (Werner Peter Paulsen), Arlewatt (Silke Clausen), Ostenfeld (Eva-Maria Kühl), und es wurde außerdem der Südermarscher Bürgermeister Karl-Jochen Maas in Abwesenheit vorgeschlagen. Telse Jacobsen fragte nach dem Stand des Digitalen Amts-Informationssystems. Dazu die Amtsvorsteherin: „Wir werden die Software anschaffen, für die Hardware ist jede Gemeinde selbst zuständig.“ Röhe rechnete vor: „Wir haben 274 Gemeindevertreter im Amtsbereich. Das Anschaffen der Software kostet 178.000 Euro ohne und 221.000 Euro mit Abo.“

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