Westküsten-Stromtrasse : Amt Nordsee-Treene legt Widerspruch ein

Bis zu 60 Meter hoch werden die Masten für die 380-kV-Höchstspannungsleitung an der Westküste.
Bis zu 60 Meter hoch werden die Masten für die 380-kV-Höchstspannungsleitung an der Westküste.

Das Amt Nordsee-Treene hat auf die Kritik von Grundeigentümern reagiert. Es hat Widerspruch gegen die Stromtrassen-Pläne eingelegt. Nun sollen schnell klärende Gespräche mit der Tennet geführt werden.

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22. Januar 2015, 09:00 Uhr

Vorsorglich hat das Amt Nordsee-Treene reagiert. „Wir haben, um alle Fristen zu wahren, Widerspruch gegen die Planungen der Tennet zur Westküsten-Höchstspannungsleitung beim Energieministerium in Kiel eingelegt“, sagt Amtsvorsteher Ralf Heßmann. Schließlich hat es im Bereich des Amtes große Unruhe gegeben. Öffentlich bis heute ausgelegt sind nämlich für die Trassenführung Planungsdaten, die auf dem Stand von Mai 2014 sind, nicht aber die neuesten Einwendungen und Absprachen enthalten. Dies hat einige Grundeigentümer irritiert und verärgert, so dass sie an ihre Kommunalvertreter herangetreten sind, um Aufklärung zu erhalten. Schließlich hat sich die jüngste Bürgermeisterrunde des Amtes mit dieser Thematik befasst und den Widerspruch empfohlen.

Gleichzeitig hat der Amtsvorsteher bei den Vertretern der künftigen Netzbetreiber und Planer von Tennet dringendst um Klärungsbedarf gebeten. „Noch steht kein Termin, aber es soll so schnell wie möglich das Problem angegangen werden. Das Planungsverfahren für die Westküstentrasse mit den gut 60 Meter hohen Strommasten, die die 380-kV-Höchstspannungsleitung tragen sollen, verlief anfänglich vorbildlich, unterstreicht Heßmann. Er hebt auch den Bürgerdialog hervor. Doch dann, als die Planungsunterlagen öffentlich ausgelegt wurden, kam das große Erstaunen. Viele der Vorschläge und auch zugesagten Änderungen seien in den Unterlagen nicht berücksichtigt worden. Da konnte auch Tennet-Vertreter John Kark Hermann nicht beruhigen, als er betonte, dass von heute an noch weitere vier Wochen lang Einwendungen abgegeben werden können.

Heßmann betont, dass einige Landeigentümer in seinem Verwaltungsbereich bereits überlegen, ähnlich wie in Dithmarschen, eine Initiative zu gründen, um dann gemeinsam gegen die Planungen vorzugehen. Dabei, so hieß es von Seiten der Grundeigentümer in einer Sitzung des Kreis- Umweltausschusses, werde aber die Notwendigkeit der Westküstentrasse nicht in Zweifel gezogen. „Jetzt muss so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden“, sagt Amtsvorsteher Ralf Heßmann, der die Tennet-Vertreter zu einem klärenden Gespräch in die Amtsverwaltung Nordsee-Treene nach Mildstedt eingeladen hat.

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