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Sorge um Ärztliche Versorgung : Amt Eiderstedt will eigenes Medizin-Konzept

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hauptausschuss von Eiderstedt ist verärgert über die jüngste Entwicklung in Sachen Notfallversorgung. Ein Arbeitskreis wird sich jetzt mit der medizinischen Versorgung befassen.

Auch in der jüngsten Hauptausschusssitzung des Amtes Eiderstedt kam die Notfallversorgung auf Eiderstedt zur Sprache. Die Bürgermeister zeigten sich verärgert über die aktuelle Entwicklung. Die für Eiderstedt vom Kreis Nordfriesland versprochene zusätzliche 24-Stunden-Notfallversorgung abends, nachts und am Wochenende durch die BG-Klinik in St. Peter-Ording, ist vom Tisch (wir berichteten). Einig waren sie sich darin, dass man den Druck auf den Landrat erhöhen müsse. Amtsdirektor Herbert Lorenzen sah Landrat Dieter Harrsen und den Kreis Nordfriesland in der Verantwortung. Noch deutlicher wurde Frank-Michael Tranzer, Bürgermeister von Oldenswort. „Er hat der Bevölkerung versprochen, dass die Notfallversorgung gesichert sei.“ Stattdessen habe er das Thema schleifen und laufen lassen. „Er steht in der Verpflichtung, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen.“ Die neue Situation sei ein unhaltbarer Zustand, stellte auch Gardings Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt unmissverständlich klar.

Doch das Gremium beschäftigte sich auch mit der Frage, wie man die Präsenz des Rettungsdienstes und die Ärzteversorgung auf Eiderstedt verbessern kann. Schnell war klar, dass ein Konzept für eine bessere Versorgung aufgestellt werden soll. „Dazu gehört auch, dass man den angehenden Ärzten die Region und die Arbeit auf dem Lande attraktiver anbieten müssen“, so Amtsdirektor Herbert Lorenzen. Ein weiterer Vorschlag ging dahin, den Medizinstudenten noch während des Studiums beziehungsweise während des Übergangs zu bewerben. Hier käme dem frisch gegründeten Arbeitskreis „Medizinische Versorgung“ eine besondere Bedeutung zu. Dem Arbeitskreis gehören neben dem Amtsdirektor die Bürgermeister von Garding, Tönning und St. Peter-Ording sowie drei Ärzte an. So soll durch einen dritten Dienstleister ein optimales Konzept für den Bereich Eiderstedt und die Stadt Tönning entwickelt werden.

Amtsdirektor Herbert Lorenzen erläuterte dem Gremium die weitere Vorgehensweise. So soll das Konzept in vier Projektabschnitte bearbeitet werden (Machbarkeit – Erstellen einer Projektskizze – Erstellen eines Businessplanes – Verträge und Projektabschluss). „Insbesondere soll im ersten Schritt in einer Machbarkeitsanalyse eine Einschätzung der Situation erfolgen, die persönlichen Belange und Motivationen der Ärzte als Grundlage für das Vorgehen herausarbeitete.“ Kummerscheidt mahnte, keine Zeit zu verlieren und appellierte an ihre Kollegen, dieses Projekt nicht auf die lange Bank zu schieben. Mit einstimmigen Votum gab das Gremium grünes Licht für das Projekt.

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