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Anbau soll 2017 fertig sein : Amt drängt auf schnelle Ausschreibung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Amt Viöl drängt auf einen schnellen Baubeginn. Anfang des Jahres 2017 soll die Polizei in den Anbau am Amtshaus einziehen.

Das Bauvorhaben Amtsverwaltungsgebäude in Viöl nimmt Konturen an, auch wenn noch kein Stein gesetzt wurde, die Planungen sind schon weit vorangeschritten. Der Mietvertrag mit der Polizei, die im Anbau mit aufgenommen werden soll, müsse noch vom Finanz- und Innenministerium gebilligt werden, berichtete der Vorsteher des Amtes Viöl, Thomas Hansen, in der jüngsten Amtsausschuss-Sitzung. Vorgesehen sei, dass die Ordnungshüter zum 1. Januar 2017 die Räume beziehen könnten.

Hauke Hassold vom Architektenbüro Johannsen & Fuchs in Husum unterrichtete das Gremium über den Planungsstand. So seien die Bodenuntersuchungen abgeschlossen. An einer Stelle müsse ein Bodenaustausch vorgenommen werden. Dies führe jedoch nicht zu einer Verteuerung, versicherte der Gast aus Husum. Auch die Kostenberechnung sei mit der vorangegangenen Schätzung in Höhe von 1,7 Millionen Euro fast identisch. „Wir gehen davon aus, die Ausschreibung Anfang März vorzunehmen“, so Hassold. Dann könnte bis Ende des Jahres der Bau fertig gestellt sein. Damit zeigten sich der Amtsvorsteher und zahlreiche Bürgermeister nicht einverstanden. Der März sei entschieden zu spät, stellte Hansen fest. „Wir wollten bereits im Winter die Ausschreibungen rausschicken.“ Nach kurzer Beratung sagte Hassold eine Überprüfung des Zeitplans zu.

Die deutlichste Veränderung im Nachtragshaushalt für das laufende Jahr betraf die Erhöhung der Amtsumlage um einen Punkt auf 18 Prozent, berichtete Amtskämmerer Matthias Möhrke. Somit steige die Amtsumlage auf fast eine Million Euro. Demgegenüber erhöhen sich im Nachtrag die Investitionen durch den Erwerb des Grundstücks der Husumer Volksbank in direkter Nachbarschaft zum Amtsgebäude. „Auch beim Brandschutz muss das Amt nachträglich tiefer in die Tasche greifen“, so der Kämmerer. Es müssen 27 Feuerwehr-Aktive neu eingekleidet werden. Hinzu kommt ein erhöhter Beitrag an den Kreisfeuerwehrverband. Somit kommen gut 25.000 Euro Mehrkosten zusammen. Rechnete die Kämmerei Anfang des Jahres mit einem Fehlbetrag von 84.000 Euro, so geht sie jetzt von einem Überschuss in Höhe von 3500 Euro aus.

„Auch beim Haushalt 2016 gehen wir momentan von einem Jahresüberschuss in Höhe von 16.000 Euro aus“. Mit dieser Feststellung wechselte Möhrke zum Etat 2016. Mit der Erhöhung der Amtsumlage sollen zusätzlich fast 85.000 Euro in die Kasse gespült werden. „Um den Eigenanteil am Verwaltungsgebäude zu sichern, nimmt das Amt einen Kredit in Höhe von 1,3 Millionen Euro auf“, berichtete Möhrke. Auch der eventuelle Erwerb eines Gebäudes zur Unterbringung von Asylsuchenden und Obdachlosen muss über einen Kredit finanziert werden. Das Gremium zeigte sich jedoch zuversichtlich, den kommenden Haushalt im Plus zu halten.

Das Amt Viöl beherbergt zurzeit 78 Flüchtlinge, die in 26 angemieteten Wohnungen untergebracht sind. Darauf verwies Ordnungsamtsleiter Martin Hurst in der Sitzung. „Wir müssen bis Jahresende noch mit etwa 30 weiteren Flüchtlingen rechnen.“ Im kommenden Jahr gehe man von etwa 100 Flüchtlingen aus, so Hurst weiter. In diesem Zusammenhang richtete der Amtsausschuss einen Dank an die hauptamtlichen Kräfte in der Verwaltung für ihren zusätzlichen und engagierten Einsatz. Dieser Dank richte sich auch an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer für ihre tatkräftige Unterstützung, sagte der Amtsvorsteher Thomas Hansen. „Ohne deren Hilfe wäre die Aufgabe nicht zu bewältigen.“ Doch Angesichts der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen sei es vordringliche Aufgabe aller Beteiligten, mögliche Ängste oder Unmut in der Bevölkerung zu verhindern.

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