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Dreharbeiten in Friedrichstadt : Ampelanlage für das Fliewatüüt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für die Dreharbeiten des Kinofilms "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" verwandelt sich Friedrichstadt in Tütermoor. Unter anderem ist auch eine wilde Verfolgungsjagd in der Stadt geplant.

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erstellt am 23.Sep.2015 | 09:15 Uhr

Die Jugendlichen in Friedrichstadt reiben sich schon die Hände, denn schnell hat es die Runde gemacht, dass gestern in dem Holländerstädtchen die erste Ampelanlage aufgebaut wurde. Verwunderung nur darüber, warum dafür ausgerechnet die Kreuzung der Prinzenstraße mit der Westerhafenstraße ausgewählt wurde, wo dort doch nun wirklich nicht der stärkste Autoverkehr rollt. Warum freuen sich die Jugendlichen? Nur in Ortschaften mit Ampelanlage darf nämlich eine Führerscheinprüfung abgenommen werden, also, so die Hoffnung, könnte künftig der Weg nach Husum zu den Prüfungen entfallen. Doch Enttäuschung machte sich schnell breit, bei der vom Bauhof der Stadt installierten Anlage handelte es sich lediglich um eine Filmkulisse.

Das Holländerstädtchen wird nämlich zur großen Freiluftkulisse für einen Kinofilm, der im kommenden Jahr Premiere haben wird: „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“. Und nach dem Dreh, sagt Femke Postel vom Ordnungsamt des Amtes Nordsee-Treene und zuständig für Friedrichstadt, wird die Ampel schnell wieder abgebaut. „Wir kommen hier ganz gut ohne Ampeln aus, das kann auch so bleiben.“ Bislang wurde dieser Kinderroman von Boy Lornsen noch nie für das Kino verfilmt. Friedrichstadt verwandelt sich also in Tobbis Heimatort Tütermoor. Und in Tütermoor wird eine ganze Menge geschehen, unter anderem auch eine wilde Verfolgungsjagd mit einem schwarzen Alfa rund um den Mittelburggraben. Es wird auch tiefe Hubschrauberüberflüge geben, denn schließlich kann sich das Fliewatüüt ja auch in die Luft erheben.

Femke Postel weiß über die geplanten Aktionen genau Bescheid. Schließlich muss sie gemeinsam mit der Polizei dafür sorgen, dass keine Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. „Vermutlich an diesem Wochenende werden an den Brücken, die in die Altstadt führen, Hinweisschilder aufgestellt, die darüber informieren dass es zu Behinderungen wegen der Dreharbeiten kommen kann.

Mit einem großen Unbekannten haben die Filmleute allerdings zu kämpfen, dem Wettergott. Der Filmroboter Robbi kann zwar dank Mikrochips fast alles, aber Feuchtigkeit verträgt er nicht wirklich gut. Daher kann nur an trockenen Tagen gedreht werden, so dass die Teams dann jederzeit kurzfristig zum Einsatz kommen.

Nach „Die Vampirschwestern“ und „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ ist dies das neue Familienabenteuer des Erfolgsregisseurs Wolfgang Groos, der einen internationalen Cast für das Projekt begeistern konnte: Alexandra Maria Lara (Rubbeldiekatz), Sam Riley (Control), Friedrich Mücke (Vaterfreuden), Jördis Triebel (Emmas Glück), Bjarne Mädel (Der Tatortreiniger) gehören ebenso dazu wie Roboter Robbi, Jungschauspieler Arsseni Bultmann (Der Nanny) als Tobbi und Newcomerin Melina Mardini als Inuitmädchen Nunu sowie „Wissen macht Ah!“-Moderator Ralph Caspers in seiner ersten Kinorolle. Der im Thienemann Verlag Stuttgart/Wien erschienene Roman wurde von Drehbuchautor Jan Berger (Der Medicus) für das Kino zeitgemäß adaptiert.

Das geschieht im Film: Niemand kann sich so ungewöhnliche Erfindungen ausdenken, wie der elfjährige Tobbi Findeise. Eines Tages landet vor seinen Füßen der kleine Roboter Robbi, der beim Absturz seines Raumschiffes von seinen Roboter-Eltern getrennt wurde und sich nun auf die Suche nach ihnen machen muss. Zusammen ertüfteln Robbi und Tobbi ein Gefährt, das zugleich fliegen, schwimmen und fahren kann: Ein Fliewatüüt eben. Doch inzwischen sind auch der skrupellose Sir Joshua und dessen Superagenten Brad Blutbad und Sharon Schalldämpfer dem Roboter auf den Fersen, um ihn für ihre Zwecke zu nutzen. Doch auch die klügsten Superagenten sollten nicht unterschätzen, wozu die besten Freunde der Welt fähig sind.

Der Film wird unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein, der Filmförderungsanstalt, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Deutschen Filmförderfonds, MEDIA Programm der Europäischen Union und Screen Flanders.

Die Dreharbeiten, so Femke Postel, werden vermutlich in den kommenden Woche beginnen. „Sollten sich jemand dadurch gestört oder eingeschränkt fühlen, dann sollte er zu mir kommen“, sagt sie, „wir finden dann schon eine Lösung.“

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