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Husumer Hospiz-Woche : Am Ende zählt der Mensch

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Theater, Vortrag, Tag der offenen Tür, Büchertisch, Filmvorführung und Seminar: Erste Husumer Hospiz-Woche mit zahlreichen Veranstaltungen.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 14:00 Uhr

Schwerstkranke und sterbende Menschen und die ihnen Nahestehenden benötigen am Ende des Lebens Zuwendung und Unterstützung. Dies ist dem Ambulanten Hospiz-Dienst Husum wichtig, und diese Erkenntnis setzt sich auch gesamtgesellschaftlich immer mehr durch. Die Pionierarbeit der ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter in den 1980er Jahren führte schließlich zur Gründung des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbandes, dessen 25-jähriges Bestehen in diesem Jahr gefeiert wird.

Das Jubiläum nimmt der Ambulante Hospiz-Dienst Husum zum Anlass, eine eigene Veranstaltungswoche durchzuführen, die am Sonnabend, 7. Oktober, startet. Dieser Tag wird ganz im Zeichen des Theaters stehen. Er wird gestaltet von Christoph Gilsbach aus Münster, einem ausgebildeten Clown und Pantomimen von der Folkwang-Hochschule Essen, der auch als Klinik-Clown arbeitet. Nach sechs unterschiedlichen Veranstaltungen endet die Hospiz-Woche dann am Sonnabend, 14. Oktober, mit dem Welthospiztag. „Unser Ziel ist es, den Hospizgedanken in unserer Region immer stärker zu verankern. Wir hoffen, dass die von uns organisierte erste Husumer Hospiz-Woche dazu einen Beitrag leisten kann“, sagt die Vorsitzende des Ambulanten Hospiz-Dienstes Husum, Renate Kay.

Am Sonnabend , 7. Oktober, gibt es zunächst Mitspieltheater für die Kinder und Jugendlichen der Kindertrauergruppe. Um 20 Uhr wird die Hospiz-Woche dann im Südflügel des Schlosses vor Husum mit dem Pantomimen-Theaterstück „Das Leben: Eine lebendige Begegnung mit dem Tod“ eröffnet. In den Bildern der Performance ganz ohne Worte sind grundlegende Lebenserfahrungen zum Umgang mit dem Tod enthalten, über die an diesem Abend auch gesprochen werden kann. Ab 19 Uhr wird der Südflügel des Schlosses geöffnet sein. Es wird einen Infotisch sowie einen Büchertisch geben. Hospizbegleiterinnen, -begleiter und Mitarbeiter des Ambulanten Hospiz-Dienstes Husum informieren über ihre Arbeit und stehen auch für Gespräche zur Verfügung.

Am Montag, 9. Oktober, gibt es ab 19 Uhr im Gemeindezentrum der Versöhnungskirche, Berliner Straße 72, den Vortrag „Wenn betagte Eltern um ihre Kinder trauern“, der von Elke Heinen gehalten wird, die beim Landesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Schleswig Holstein arbeitet. Durch die immer höhere Lebenserwartung erleben immer mehr Eltern im Alter den Tod eines erwachsenen Kindes. Im Vortrag geht es um Themen wie Trauerprozesse, Trauerbiographie und Schuldgefühle. Anschließend ist Zeit für Fragen und einen Erfahrungsaustausch.

Am Dienstag, 10. Oktober, ist von 10 bis 16 Uhr Tag der offenen Tür beim Ambulanten Hospiz-Dienst Husum in der Nordhusumer Straße 11. Um 15 Uhr wird im Garten vor dem Gebäude ein Apfelbaum als Zeichen der Hoffnung gepflanzt. Am Donnerstag, 12. Oktober, gibt es von 10 bis 15 Uhr einen Büchertisch in der Schlossbuchhandlung. Hospizbegleiterinnen stellen Bücher zum Thema Hospiz- und Palliativarbeit vor.
Um 18 Uhr wird zu einer Filmvorführung in Zusammenarbeit mit dem Husumer Kinocenter geladen. Gezeigt wird „Und morgen Mittag bin ich tot“ mit anschließender Diskussion über den Film. Am Freitag, 13. Oktober, findet von 9 bis 12 Uhr ein Fortbildungsseminar zum Thema „Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz“ statt – aber ausschließlich für ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen, -begleiter und die Pflegekräfte der kooperierenden Pflegeheime. Welthospiztag ist dann am Sonnabend, 14. Oktober. Der Eintritt zu allen öffentlichen Veranstaltungen (außer der Filmvorführung im Kinocenter) ist frei. Über Spenden freut sich der Ambulante Hospiz-Dienst. Weitere Info unter www.hospizdienst-husum.de.

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