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Beschluss der Husumer Stadtvertretung : Altes VHS-Gebäude wird abgerissen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Husumer Stadtverordnetenkollegium hat in seiner jüngsten Sitzung aus Gründen der „Verkehrssicherungspflicht“ beschlossen, das alte Volkshochschul-Gebäude schnellstmöglich abreißen zu lassen.

Zwei Jahre ist es her, dass die Volkshochschule Husum (VHS) aus der Theodor-Storm- in ihr neues Domizil in der Schobüller Straße umgezogen ist. Seither steht das alte Gemäuer, das die Stadt aufgrund langjähriger Renovierungs- und Sanierungs-Staus für eine öffentliche Nutzung nicht länger geeignet erschien, leer. Vor vielen Monaten schon hatte die Gewoba Interesse bekundet, das alte VHS-Gelände zu kaufen und dort Wohnhäuser zu errichten.

Aufgrund des Leerstandes weist das alte Gebäude inzwischen tatsächlich so viele Baumängel auf, dass es nach einer Beschlussvorlage zum jüngsten Stadtverordnetenkollegium „zur Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht“ abgerissen werden muss, wie es heißt. Alternativ-Nutzungen ergäben sich weder für den künftigen Nutzer noch für die Stadt selbst.

Wenn die Gewoba die frühere VHS abreiße, sei dies vermutlich mit einem deutlich geringeren Kostenaufwand verbunden, als wenn die Stadt selbst aktiv werde, ließ Bürgermeister Uwe Schmitz unter Hinweis auf das öffentliche Vergaberecht in seiner Vorlage wissen. Von einem solchen Procedere profitiere die Stadt in Höhe der vollen Ersparnis, führte der Verwaltungschef aus. Mit anderen Worten: Andernfalls minderten die Abrisskosten den Grundstückspreis.

Der Restbuchwert der alten VHS in Höhe von 120.000 Euro könnte mit dem Abriss in voller Höhe sonderabgeschrieben werden, heißt es in der Beschlussvorlage weiter. Doch da dieser Aufwand im laufenden Haushalt nicht berücksichtigt ist, musste jetzt das Stadtverordnetenkollegium ran und den Betrag außerplanmäßig genehmigen.

Aufwendung wie diese sind nach Gemeindeordnung allerdings nur dann zulässig, wenn sie unabweisbar sind und eine Deckung gewährleistet ist. Das sei hier allemal der Fall, erklärte Schmitz, weil ein verzögerter Abriss die Stadt allein schon aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht weiteres Geld kosten werde. Die Stadtvertretung stimmte denn auch für den Antrag der Verwaltung.

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erstellt am 26.Sep.2015 | 08:00 Uhr

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