zur Navigation springen

Lösung nach langer Zeit : Altes Pastorat an Privatmann verkauft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das denkmalgeschützte Gebäude an der Süderstraße in Bredstedt soll auch nach seiner Sanierung seinen ortsbildprägenden Charakter behalten. Die Immobilie wolle der neue Besitzer privat nutzen, teilte Pastorin Wiltraud Schuchardt in der Versammlung mit.

Lange hat sich die Kirchengemeinde Bredstedt bemüht, für das alte Pastorat an der Süderstraße einen Käufer zu finden. In diesem Jahr hat es geklappt, wie Pastorin Wiltraud Schuchardt in der Jahresversammlung der Kirchengemeinde mitteilte. Das Anwesen konnte verkauft werden. „Das war ein schwerer Schritt, denn an dem Haus hängen viele Erinnerungen“, so Schuchardt. Nach Verhandlungen über alternative Nutzungsmöglichkeiten sei aus finanziellen Gründen nur ein Verkauf in Frage gekommen. Der Käufer will das denkmalgeschützte Gebäude sanieren und privat nutzen, so dass es dem Stadtbild erhalten bleibt.

Vor drei Jahren, so berichtete die Pastorin weiter, ist Schimmelbefall in der Kirche festgestellt worden. Zunächst wurde die Heizungsanlage neu eingestellt, weil dort aus bauphysikalischen Gründen nicht mehr als 16 Grad herrschen dürfen. Sogenannte Klimalogger überwachen, nicht zuletzt zum Schutz der Orgel, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die seit zwei Jahren geplante Installation einer Belüftungsanlage musste zurückgestellt werden. Der Vorgang liegt zur Bearbeitung dem Kirchenkreis vor. So verzögert sich auch die Erneuerung des Innenanstrichs. Das Beleuchtungskonzept wird nach Beratung der Entwürfe in Kürze vorgestellt. Im ersten Bauabschnitt soll der Chorraum mit LED-Lampen ausgerüstet werden. Die Kosten von rund 10 000 Euro sind bereits durch Spenden zusammengekommen. In Planung ist die Installation einer neuen Beschallungsanlage. An den Kosten in fünfstelliger Höhe wollen sich die Windparks Reußenköge beteiligen.

Das Pastorat in der Bahnhofstraße sei in einem schlechten Zustand, zählte Schuchardt weitere Mängel auf. Das Mauerwerk sei feucht. Sorgen mache auch der marode Zustand des Gemeindehauses. Hier hätten energetische Sanierung, der Einbau behindertengerechter Toiletten und die Beseitigung von durchdringendem Grundwasser im Keller Priorität.

Positiv sei dagegen das vielfältige Gemeindeleben. Im Mai beteiligte sich eine Abordnung beim Kirchentag. Geschäftsleute und Organisationen aus Bredstedt hatten mitgeholfen, dass 600 Brötchen am Abend der Begegnung verkauft werden konnten.

Derzeit werden 42 Vor- und Hauptkonfirmanden in vier Gruppen unterrichtet. Katharina Petersen und Margreth Chirvi sind als ehrenamtliche Begleiterinnen mit dabei. Außerdem haben 31 neue Kinder-Konfis in fünf Gruppen begonnen. Zehn Mütter und Väter bringen sich ein. „Konfirmandenarbeit ist der Schlüssel, um Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern mit dem christlichen Glauben vertraut zu machen“, so die Seelsorgerin. Gottesdienste, von der Schöpfungsandacht bis hin zu Tauffesten und Angebote für Jung und Alt bereicherten das Gemeindeleben. Viele Gruppen wie Frauen- und Seniorenkreis sowie der Gesprächskreis Heil und Heilung seien aktiv. „Ein großer Schatz sind die Ehrenamtler, die die Arbeit aktiv mitgestalten“, so die Pastorin. Dem Kirchengemeinderat sei es ein Anliegen, alle Angelegenheiten transparent zu halten. „Auch schwierige Entscheidungen zu treffen und nach außen zu vertreten, verdient Anerkennung“, so Schuchardt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen