Haus Peters in Tetenbüll : Als Kaffee und Tee noch etwas Besonderes waren

Bilder des Künstlers Jens Rusch sind von heute an im Haus Peters zu sehen.
Bilder des Künstlers Jens Rusch sind von heute an im Haus Peters zu sehen.

Im Tetenbüller Haus Peters beginnt die Ausstellungssaison am 3. März mit einer kulturhistorischen Schau über Kolonialwaren und Bildern von Jens Rusch zum Thema.

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03. März 2018, 08:00 Uhr

Am Sonnabend (3. März) um 15 Uhr startet die Saison im Tetenbüller Kulturzentrum Haus Peters. Das Programm beginnt mit einer Doppelausstellung: Die kulturhistorische Schau „Koloniale Erinnerungsorte“ wird ergänzt durch Stillleben des Dithmarscher Künstlers Jens Rusch.

Die Wanderausstellung vermittelt einen Überblick zur Kolonialgeschichte der Region sowohl in dänischer als auch in preußischer Zeit und stellt ausgewählte Ort, so auch das Haus Peters, in zehn großen Schautafeln vor. Sie ist das Ergebnis eines Projektes, das in den vergangenen Jahren gemeinsam vom Flensburger Schifffahrtsmuseum, dem Museum Sønderjylland-Kulturhistorie Aabenraa sowie der Schleswigschen Sammlung der Dänischen Zentralbibliothek betreut wurde.

Die Ausstellung wird erweitert durch Exponate aus der eigenen Haus-Peters-Sammlung rund um Kolonialwaren wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze und Tabak. Das historische Gebäude beherbergte einst einen Kolonialwarenladen, die Ladeneinrichtung ist erhalten.

Außerdem zeigt der Künstler Jens Rusch thematisch passende Stillleben. Jens Rusch ist seit rund 40 Jahren erfolgreich und ausschließlich als freischaffender Künstler tätig. Seine Grafikserien, Illustrationen, Bilder und Exlibris sind weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt. Rusch ist in erster Linie Realist – auch er nahm an Malsymposien der Norddeutschen Realisten teil, aber wenn man genau hinsieht, bemerkt man seinen latenten Hang zur Surrealität, der auf der Fähigkeit beruht, die verborgenen Seiten der Dinge zu entdecken und Doppeldeutigkeiten aufzudecken. Auch Motive, die an sich banal wirken, können beim längeren Betrachten eine symbolische Lesart erhalten.

Zur Eröffnung spricht Marco Petersen, Historiker der Schleswigschen Sammlung. Zudem gibt es ein Künstlergespräch mit Jens Rusch. Die Ausstellung ist bis zum 29. April zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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