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Premiere in Mississippi : Almdorfer präsentiert Film in den USA

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Almdorfer Filmemacher Jan Ö. Meier feiert mit seinem Guitar-Heroes-Streifen in Jackson (Mississippi) US-Premiere auf dem Crossroads-Festival. Weltpremiere feierte der Film 2015 in Husum.

Heute beginnt das 17. Crossroads Filmfestival in den USA. Dort wird am Sonnabend, 2. April, in Jackson, im Bundesstaat Mississippi, etwa gegen 18 Uhr Ortszeit in der Kategorie „It’s All About the Music“ ein Film von Jan Ö. Meier gezeigt. Der Wahl-Almdorfer präsentiert dann sein etwa 20-minütiges Werk: „Guitar Heroes in Joldelund“ – ein Streifen über einen sogenannten Juke Joint auf dem Heuboden einer Scheune in Joldelund, wo nach alter US-Südstaaten-Sitte ein dreitägiges Blues-Festival mit Musikern aus aller Welt veranstaltet wird. Dass sich ein Besuch des Guitar-Heroes-Festivals im Juke Joint des Bio-Bäckers Gerd Lorenzen lohnt, hat sich sowohl bei Besuchern, aber noch viel mehr bei namhaften Bands herumgesprochen. Dass die Location und die Musik filmwürdig sind, konnten Interessierte bereits im Husumer Kino-Center auf der Leinwand feststellen, wo „Guitar Heroes in Joldelund“ im Rahmen der Filmtage 2015 Premiere feierte.

Der gebürtige Itzehoer Kommunikations-Designer Meier nahm die Begeisterung aus dem Herbst des vergangenen Jahres in Husum zum Anlass, sich mit seinem Film zu bewerben. „Es gibt sehr viele Filmfestivals auf der Welt“, sagt der 48-Jährige. Doch da in Jackson, Mississippi, zwischen Memphis, Tennessee, und New Orleans Bewerbungsschluss war, fasste sich Jan Ö. Meier ein Herz, seine Unterlagen zu versenden. Mit Erfolg. Heute wird ein Eröffnungsfilm in Spielfilmlänge präsentiert und von morgen bis Sonnabend werden in 14 Kategorien 113 Werke zwischen einer Minute und etwa einer halben Stunde Länge gezeigt. Meiers Film wird der 100. sein, er dauert gut 20 Minuten.

Die Vereinigten Staaten sind dem Wahl-Nordfriesen nicht fremd. Er hat sich in Almdorf Ende 2002 mit seiner Frau – die ebenfalls künstlerisch aktiv ist – und ihren beiden gemeinsamen Töchtern niedergelassen. Davor weilte der Filmemacher zwischen 1997/1998 bereits ein Dreivierteljahr im sogenannten Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Für ihn ist es „toll, wieder dabei sein zu können.“ Der damalige Besuch der USA fiel in die Zeit seines Studiums in Berlin. Bevor Meier über den großen Teich flog, machte er bereits einen Film, in dem seinerzeit der heute bekannte Schauspieler Wotan Wilke Möhring als Statist zu sehen war. Somit waren schon früh die Würfel gefallen: Filme und USA liegen Jan Ö. Meier am Herzen.

Der Filmemacher hat beim Crossroads-Filmfestival eine Dauerkarte für das dortige Kino und freie Logie für die Filmtage. Alles weitere muss er selbst berappen. Er ist gespannt. „In erster Linie werden amerikanische Filme gezeigt“, gibt Meier einen kleinen Überblick zum Programm. Sollte den Juroren sein Streifen gefallen, wird für den Schleswig-Holsteiner eine entsprechende Prämie fällig. Ansonsten fördert es sein Prestige. Und er hat noch eine weitere Möglichkeit, seinen Film zu präsentieren, da er auch beim High-Dessert-International-Film-Festival in Nevada angenommen wurde. Filme und USA passen eben zu Jan Meier.

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erstellt am 31.Mär.2016 | 10:00 Uhr

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