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Ausstellung im Nordsee-Museum : Alltagsszenen aus dem alten Husum

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Amateur-Film bereichert die laufende Foto-Ausstellung im Husumer Nordsee-Museum und zeigt Ereignisse und Veränderungen im Stadtbild aus den Jahren 1949 bis 1964.

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erstellt am 30.Jun.2015 | 16:30 Uhr

Mit einer umfangreichen Ausstellung steht im Nordsee-Museum derzeit die wechselvolle Geschichte Husums von der Weimarer Republik bis zu den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik im Mittelpunkt. Mehr als 150 Fotografien teilweise bekannter Husumer Fotografen wie Hans Hoffmann oder Walther Nehm zeigen längst vergessene Straßenzüge und Großereignisse wie das Stadtjubiläum 1953 und die beliebten alljährlichen Schulfest-Umzüge durch die Innenstadt. Private Fotos komplettieren die Ausstellung mit Alltagsszenen und dokumentieren persönliche Erlebnisse.

Seit Kurzem sind weitere Höhepunkte hinzugekommen: In einer Video-Station wird der auf einer Normal-8-Kamera gedrehte Amateurfilm des Husumers Louis Bernhard Schneide (1894-1970) gezeigt. Schneide wanderte als junger Mann von Husum in die USA aus. Bis zu seinem Tod 1970 arbeitete und lebte der Malermeister in Waldwick, Bergen County, New Jersey. Dennoch besuchte er seine Heimatstadt regelmäßig und dokumentierte von 1949 bis 1964 Ereignisse und Veränderungen mit seiner Kamera.

Somit zeigt der 28-minütige Film, den Schneide selbst aus mehreren Sequenzen zusammengefügt hat, neben Husumer Örtlichkeiten wie der Neustadt, dem Schlosspark, dem Hafen oder dem Marktplatz auch Szenen aus dem Husumer Alltag: Ein Polizist flaniert die Großstraße entlang, der Fotograf Werner Knittel posiert vor seinem Geschäft am Zingel und die Husumer feiern: hier beim Schützenfest und dort das Richtfest anlässlich der Einweihung des Thordsen-Hotels.

Den sehenswerten Film, der sich in der Sammlung des Kreisarchivs Nordfriesland befindet, hat deren Leiterin Almut Ueck für den Zeitraum der Ausstellung zur Verfügung gestellt. Bislang wurde er eher selten der Öffentlichkeit präsentiert und wird sicherlich vor allem bei älteren Husumern für das eine oder andere Aha-Erlebnis sorgen.

Dank großzügiger Schenkungen kann die Ausstellungen überdies mit weiteren Fotografien bestückt werden. Innen- und Außenaufnahmen des bekannten Husumer Kaufhauses H. Homfeldt aus den Jahren 1946 bis 1950 gelangten aus Familienbesitz in die Sammlung des Museums. Auch einige Schriftstücke und Fotografien des Komponisten und Musikers Friedrich Lemke („Husum Ahoi“) sind fortan zu sehen.

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