Husum : Alles noch mal neu durchdenken

Der Weg An der Mühlenau wird gern von Radfahrern, Spaziergängern und Hundehaltern genutzt.
Der Weg An der Mühlenau wird gern von Radfahrern, Spaziergängern und Hundehaltern genutzt.

Möglicherweise gibt es sogar Landesfördermittel für die anstehende Sanierung des Weges An der Mühlenau.

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02. Juli 2018, 14:00 Uhr

Neue Entwicklungen sind immer gut. Und in diesem Fall waren sie Jörg Schlindwein doppelt willkommen. Quasi parallel zur Bauausschusssitzung, in der er über die geplante Sanierung des Geh- und Radweges An der Mühlenau berichten sollte, hatte auch die Arbeitsgemeinschaft zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie getagt und dem Bauamtsleiter erfreuliche Nachrichten übermitteln können. Es ging um eine mögliche Anbindung der Mühlenau an die südlich des Geh- und Radweges gelegenen Fennen. Die AG sollte prüfen, ob und inwieweit diese Überlegung realistisch ist. Dazu müsse zunächst jedoch der bauliche und technische Zustand sämtlicher Durchlässe analysiert werden, hieß es. „Ergebnisse dazu werden bis zum Frühjahr 2019 erwartet.“

Das rücke die Sanierungsmaßnahme in ein ganz neues Licht, gab sich Schlindwein optimistisch. Nun dürfe man Hoffnung haben, dass für die Sanierung möglicherweise sogar Fördermittel vom Land in Anspruch genommen werden könnten. Letzteres sei allerdings nicht sichergestellt, dämpfte der Bauamts-Chef die aufkeimende Euphorie im Gremium. Zudem sollte geprüft werden, inwieweit eine Nutzung der Fennen Folgewirkungen für das Betriebsgelände der Speditionsfirma Peter Lonsdorfer und für den Außenbereich der Hermann-Tast-Schule habe. „Da müssen wir gegebenenfalls für Schutzmaßnahmen sorgen“, erklärte Schlindwein.

Eigentlich hatte mit der Sanierung des rund 1150 Meter langen Geh- und Radweges zwischen Herzog-Adolf-Straße im Westen und der Ostenfelder Straße im Osten schon lange begonnen werden sollen. Doch dann sollten für den Bau des bisher 1,40 bis zwei Meter und künftig durchgehend 2,25 Meter breiten Weg aus Sicht von besorgten Bürgern – aber auch von Politikern – doch arg viele Bäume fallen sollen. Es gab neuerliche Diskussionen (wir berichteten). Und während die noch in vollem Gange waren, stellte sich heraus, dass der Geh- und Radweg laut Einstufung des Deich- und Sielverbandes – in diesem Fall durch den Wasser- und Bodenverband Husumer Mühlenau – in Wirklichkeit ein Hochwasserschutzdeich ist (auch darüber berichteten wir). Doch jetzt ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Der Weg an der Mühlenau ist nicht nur Schulweg, sondern auch als Verbindungsstück zwischen dem östlichen Stadtgebiet und der City beliebt. Außerdem wird er gern von Spaziergängern und Hundehaltern genutzt.

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