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Bürgermeister-Wahl in St. Peter-Ording : Alle Fraktionen setzen auf Balsmeier

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für die Bürgermeister-Wahl am 5. Oktober ist Amtsinhaber Rainer Balsmeier einziger Kandidat. Die vier Parteien im Gemeinderat schlugen ihn einvernehmlich vor. Sie loben seine bisherige Arbeit. Er ist seit 1996 im Amt.

Während die Tönninger Bürger sich zwischen fünf Kandidaten bei ihrer Bürgermeister-Wahl entscheiden können, haben die Einwohner von St. Peter-Ording nur die Wahl zwischen Ja und Nein. Alle vier Parteien, die im Gemeinderat sitzen, haben gemeinsam Amtsinhaber Rainer Balsmeier vorgeschlagen. Weitere Bewerber für die Wahl am Sonntag, 5. Oktober, gibt es nicht. Der 57-Jährige ist wiedergewählt, wenn er die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Sollte das nicht der Fall sein, werden die Gemeindevertreter von St. Peter-Ording über den künftigen Bürgermeister entscheiden. Die Amtszeit von Rainer Balsmeier endet am 30. April 2015. Es ist seine dritte im Nordseebad.

Seit 1996 lenkt der gebürtige Westfale die Geschicke der Tourismusgemeinde. Damals hatte ihn die Gemeindevertretung gewählt. Seit der Änderung der Wahlordung dürfen die Bürger direkt entscheiden. Zwei Mal hieß es bislang Wiederwahl für ihn, jedes Mal war er der einzige Kandidat, immer wurde er einvernehmlich von den Parteien vorgeschlagen. Seit 2009 ist Balsmeier Bürgermeister und Tourismus-Direktor in Personalunion. Diese Personalunion war eine Bedingung des Innenministeriums für die Beibehaltung der Hauptamtlichkeit. Denn zu jener Zeit war St. Peter-Ording nach den gesetzlichen Vorgaben der Verwaltungsstruktur-Reform mit 4200 Einwohnern zu klein für einen hauptamtlichen Bürgermeister.

Große Themen in den vergangenen Jahren waren das Strandparken und die Modernisierung des Badeortes. In zähen Verhandlungen mit der Landesregierung gelang es, die Genehmigung für die Parkplätze in Böhl und Ording zu erhalten. Ferner galt es dem Ort einer Schönheitskur zu unterziehen, hatte er doch an vielen Stellen noch den Charme der 1960er und 1970er Jahren. Seit 1996 flossen 54 Millionen Euro in die öffentliche und touristische Infrastruktur, davon waren 19,5 Millionen Euro Fördergelder. Es wurden unter anderem die Seebrücke und die Promenade erneuert, ein Gesundheits- und Wellnesszentrum errichtet und jüngst die Dünen-Therme im großen Stil umgebaut.

Ein großer Einschnitt in seiner Arbeit war der Verlust der eigenen Verwaltung. 2008 musste St. Peter-Ording nämlich im Zuge der Strukturreform dem Amt Eiderstedt beitreten.

Für Balsmeier gab es keinen Zweifel daran, noch einmal anzutreten. „Es gibt noch genügend Aufgaben in St. Peter-Ording.“ So werde das Thema Finanzen die Verantwortlichen weiter beschäftigen. Die Änderung des Finanzausgleichs bringe nichts Positives für St. Peter-Ording. „Wir werden aber weiter versuchen, nicht Bedarfszuweisungsempfänger zu werden, um nicht am Finanztropf des Landes zu hängen.“ Außerdem stehe die Sanierung von Kanälen und Straßen an. Und es gelte die Qualität im Tourismus zu erhalten und voranzubringen.

Über die Jahre hat sich Balsmeier eine große Wertschätzung bei den Gemeindevertretern erarbeitet, nicht umsonst wurde er nun zum dritten Mal einvernehmlich von ihnen nominiert. „In den nächsten Jahren gilt es vielfältige Aufgaben in Angriff zu nehmen, wie Strandparken, den Tourismus, das Schulwesen, die Infrastruktur, Baugebiete für Einheimische und die Überarbeitung der Bebauungspläne, dafür benötigen wir einen versierten Fachmann mit viel Erfahrung“, sagt Wolfgang Voutta, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Mit Balsmeier sind wir da auf dem richtigen Weg.“ Auch wenn es natürlich wünschenswert gewesen wäre, dem Wähler mehrere Kandidaten zu präsentieren, aber die Sachzwänge ließen das nicht zu.

Großes Lob kommt von Peter Hansen (SPD), er kennt Balsmeier seit 1996: „VonAnfang an hat er zügig und zuverlässig gearbeitet, er hat gewarnt, wenn es nötig war. Ich habe immer gut mit ihm zusammengearbeitet. Wir sind mit seiner Arbeit rundum zufrieden.“ Auch Georg Werner Jensen (AWG ) sieht das so. „Balsmeier hat den Ort vorangebracht und die Finanzen in Ordnung gehalten. Er stellt keine Fantasiehaushalte auf, und bei der Endabrechnung gab es immer ein positives Ergebnis.“ Jensen appelliert an die Bürger zur Wahl zu gehen: „Balsmeier hat für eine gute Arbeite eine gute Beteiligung verdient.“ Positives kommt auch von der FDP. „Wir können uns im Augenblick keinen besseren vorstellen – sowohl für die Gemeinde als auch für die Tourismus-Zentrale“, sagt Hans Burmeister.

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erstellt am 27.Aug.2014 | 12:30 Uhr

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