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Freiwillige Feuerwehr Husum : Alle 34 Stunden ein neuer Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Husum: Stabile Mitgliederzahl, aber die Aufgaben sind immer schwerer leistbar. Und die meisten Einsätze finden während der regulären Arbeitszeit der Mitglieder statt.

Die Wahl zum zweiten Stellvertreter für den Gemeindewehrführer war wohl der spannendste Punkt auf der Tagesordnung der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Husum. Am Ende setzte sich Broder Hansen mit 50 Stimmen gegen Frank Dostal mit 36 Stimmen durch. Auf ihn wartet eine Menge Arbeit: „Unsere Aufgaben sind unter anderem aufgrund beruflicher Pflichten immer schwerer leistbar und wir brauchen besonders bei den administrativen Angelegenheiten Hilfe“, sagte Gemeindewehrführer Jürgen Jensen.

In seinem Jahresbericht ließ Jensen das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Die Mitgliederzahl sei mit 106 Einsatzkräften – fünf in der Reserveabteilung und 101 in der Einsatzabteilung – stabil geblieben. Ergänzt würden sie durch 27 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 29 in der Ehrenabteilung. Von den Einsatzkräften seien 18 in Schobüll aktiv und 87 in Husum.

2015 musste die Feuerwehr zu insgesamt 260 Einsätzen ausrücken. „Also im Durchschnitt alle 34 Stunden einmal“, rechnete Jensen vor. „Und die meisten Einsätze, 160 an der Zahl, fanden zwischen 6 und 18 Uhr, also während der Arbeitszeit, statt.“ Bei einer freiwilligen Feuerwehr wie der Husumer bedeutet das, dass die Brandschützer regelmäßig ihren Arbeitsplatz verlassen müssen.

Insgesamt konnten im vergangenen Jahr sieben Menschen aus akuter Lebensgefahr gerettet werden. Zahlreiche Schulungen wurden absolviert, so dass die Anzahl der Atemschutzgeräteträger und der Maschinenfahrer weiter gesteigert werden konnte. Jensen erinnerte an die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2015, das unter anderem durch den Tod des Feuerwehr-Urgesteins Marius Ruschke gekennzeichnet war, zu denen aber auch die RSH-Challenge gehörte, bei der ein riesiger Drache in die Luft gebracht werden musste, und der Tag der offenen Tür, bei der mit rund 3000 Gästen deutlich mehr Besucher kamen als vorhergesehen. Ausflüge führten die Feuerwehr im letzten Jahr ins dänische Oksbøl und in die polnische Partnerstadt Trzcianka. Jugendfeuerwehrwart Tobias Bispeling erinnerte an das Ausbildungswochenende, bei dem ein Großbrand in einer leerstehenden Kaserne simuliert wurde.

Sieben Neue gab es dieses Jahr: Niklas Deckmann, Jone Hempel und Isger Haas traten aus der Jugendfeuerwehr über zu den Erwachsenen. Andre Lorenzen, Inke Götze und Sven Kley wurden nach dem Probejahr einstimmig aufgenommen. Sven Fischer und Lars Gärtner begannen ihr Probejahr. Terence Ethner wurde zum Schriftführer und Marten Vogler zum Sprecher gewählt.

Der Kassenbericht schloss mit einem geplanten Minus von rund 11.000 Euro. Das Geld war für besondere Veranstaltungen zum 140. Geburtstag aufgebracht und aus Rücklagen der vergangenen Jahre eingeplant worden. „Nun sparen wir für 2017, wenn die Jugendfeuerwehr ihren 60. Jahrestag feiert, und für unseren 150. Geburtstag im Jahr 2025“, sagte Kassenwartin Heidi Petersen.

Weiterhin stand die Änderung der Satzung auf der Tagesordnung, bei der von einer Kinderabteilung aufgrund des großen Aufwandes abgesehen wurde. Der Einrichtung einer Verwaltungsabteilung wurde jedoch zugestimmt. Dort können sich Mitglieder der Feuerwehr engagieren, die nicht zu den Einsätzen ausrücken wollen oder können.

Zum Abschluss wurde Jürgen Feddersen zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Geehrt wurden Mark Lohner für zehn Jahre Mitgliedschaft, Timo Sierks und Arne Erichsen für 20 Jahre, Frerk Jensen, Stefan Hansen und Bernd Hansen für 30 Jahre, Nils Spangenberg für 40 Jahre sowie Sönke Pilz für 50 Jahre.

Bürgermeister Uwe Schmitz, der die Ehrungen übernahm, sowie Bürgervorsteher Peter Empen dankten den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr für ihr selbstloses Wirken. „Gerade beim Biikebrennen zeigten Sie einmal mehr Ihre Talente – und das sind neben Sachverstand auch Disziplin, Teamgeist, Ausdauer, Verantwortung, Sicherheit und Pflichtbewusstsein“, so Empen. „Dafür muss die Feuerwehr auch Unterstützung von uns verlangen dürfen, wenn es um Ausrüstung und technisches Gerät geht.“

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