Übung : Alarm für Eiderstedts Jugendwehren

Genau nach Anweisungen ihrer Wehrführer löschten und sicherten die Jugendfeuerwehrleute die „brennenden“  WSA-Gebäude. Foto: wis
Genau nach Anweisungen ihrer Wehrführer löschten und sicherten die Jugendfeuerwehrleute die „brennenden“ WSA-Gebäude. Foto: wis

Objekt der Herbstabschluss-Übung war das Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning. Neun Wehren machten mit. Unter ihnen die erst gegründete Wehr "Roter Haubarg".

Avatar_shz von
30. Oktober 2008, 07:49 Uhr

Tönning | "Hilfe, Hilfe, hierher", klang es kläglich auf dem Gelände an der Eiderkaje des Wasser- und Schifffahrtsamts in Tönning. Eine Person war unter einen Holzspalter geraten, eingeklemmt worden und hatte sich ein Bein gebrochen. Zum Glück war dieser Unfall nur simuliert - der zehnjährige Yannick Erhardt spielte den Verletzten, der von Mitgliedern der Jugendwehr geborgen werden sollte.

"Die Jugendfeuerwehrleute wissen nur, dass es brennt und zusätzlich ein Verletzter auf dem Gelände geborgen werden muss", erklärt Christian Stips, Jugendwart der Tönninger Freiwilligen Feuerwehr und Organisator der Herbst-Abschlussübung, "aber nicht, wie sie an Löschwasser kommen und wie und wo der Verletzte zu bergen ist."

Das sollten die jungen Blaujacken selbst herausfinden, die mit insgesamt neun Wehren angerückt waren und stilecht mit Blaulicht und Martinshorn durch die Stadt zum Übungsgelände fuhren. Im Einsatz waren Mädchen und Jungen der Jugendwehren Friedrichstadt, Seeth, St. Peter-Ording, Garding, Tating, Oldenswort, Tetenbüll, der Tönninger Gastgeber und die erst in diesem Jahr gegründete Jugendfeuerwehr "Roter Haubarg", deren Mitglieder aus Uelvesbüll, Simonsberg und Witzwort kommen. Als Beobachter waren die jeweiligen Wehrführer angereist, und auch vom Kreisfeuerwehrverband gab es eine Abordnung.

Die Organisatoren der Übung hatten es den Jugendlichen wirklich nicht leicht gemacht, denn bevor ein Teil der anmarschierenden Wehren überhaupt auf das Gelände konnte, musste das durch eine Kette gesicherte Tor an der Eiderkaje erst einmal aufgebrochen werden. Das gelang schließlich, und nun konnten Schläuche ausgerollt, Pumpen angeworfen, der Befehl "Wasser marsch" gegeben und auch der Verletzte geborgen werden. Letzteres geschah mit Hilfe von Hebekissen, die den schweren Holzspalter anhoben.

Die Organisatoren hatten aber noch eine weitere Schwierigkeit eingebaut: Offensichtlich "angetrunkene" Jugendliche (als Darsteller fungierten Mitglieder der Tönninger Jugendwehr) störten die Löscharbeiten, zündelten gar auf der Deichkrone und mussten zur Räson gebracht werden. Zum Schluss der einstündigen Übung resümierte ein sichtlich erleichterter Christian Stips: "Na ja, ich bin weitestgehend zufrieden."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen