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Warten auf 2015 : Aktivgruppe macht kreative Pause

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Erst im nächsten Jahr werden voraussichtlich drei Millionen Euro vom Land für weitere Projekte in den Norden Nordfrieslands fließen. In der Aktiv-Region ist erfolgreich gearbeitet worden. Die Bilanz weist für fünf Jahre mehr als 70 Projekte aus.

Ein Jahr haben sie jetzt Pause oder besser Zeit, um sich neue Projekte und Konzepte zu überlegen: die 169 Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) für die Aktiv-Region Nordfriesland-Nord, die es seit 2008 gibt. Ihr Vorsitzender, Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt, motivierte bei einer Versammlung in Enge-Sande, „dabei zu bleiben“ und die erfolgreiche Arbeit der Aktiv-Region Nord fortzusetzen. Bockholt: „So wie es aussieht, plant das Land, jede Region mit drei Millionen Euro auszustatten. Dafür gibt es keine neuen ‚Leuchtturmprojekte‘ mehr.“ Geld werde voraussichtlich erst von 2015 an fließen.

Neu im Vorstand sind Bredstedts Bürgermeister Knut Jessen als kommunaler Vertreter und Achim Müllejans von der Kreishandwerkerschaft Nordfriesland als Wirtschafts- und Sozialpartner. Außerdem soll dem Kreisjugendring Nordfriesland auf dessen eigenen Wunsch in diesem Jahr die Chance geboten werden, im Vorstand der Aktivgruppe mitzuarbeiten. Viel Zeit nahm der Bericht des Vorsitzenden in Anspruch, bei dem die Ausführungen Wilfried Bockholts durch Simon Rietz vom Projektmanagement „Bio-Energie“ und Norbert Limberg vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) ergänzt wurden.

Der Aktiv-Region Nord ist es gelungen, mit Hilfe ihrer eigenen Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro sowie den Geldern für „Leuchtturmprojekte“ in der gesamten Förderperiode mehr als 70 Projekte zu unterstützen. Dazu zählten als größere Vorhaben das Wilhelminen-Hospiz in Niebüll und das Lauf-Forum Nord in Bredstedt, die mit insgesamt etwa 1,3 Millonen Euro gefördert worden waren und Investitionen im Umfang von 6,6 Millionen Euro ausgelöst hatten. Das Grundbudget belief sich auf 1,3 Millionen Euro. Mit diesem Betrag wurden Investitionen in Höhe von 5 Millionen Euro gefördert. Für die Sportstättenförderung (532.000 Euro) konnten aus EU-Mitteln 287.800 Euro, für den 269.000 Euro teuren Kernwegeausbau etwa 124.000 Euro beigesteuert werden. Die Kosten für den Fonds für Fischwirtschaft und -management (37.500 Euro), für die Wettbewerbe „Bioenergie-Regionen“ (117.700), „Elektrofahrräder“ (20.000), für die „Energie-Olympiade“ (100.000) sowie für das Vorhaben „Region schafft Zukunft“ (17.700) wurden zu 100 Prozent getragen. Insgesamt bewirkten Fördergelder in Höhe von 5,2 Millionen Euro Investitionen im Umfang von 16,6 Millionen Euro.

Wilfried Bockholt zählte alle 74 Einzelprojekte auf – darunter: die Sanierung des Wasserturms am Bahnhof in Niebüll, einen Klettergarten in Leck, die Fischteiche im Langenberger Forst, die Badestelle Südwesthörn und „Plattdüütsch för de Lütten“. Heike Prechel als Vorsitzende des „BürgerBus-Vereins Ladelund“ berichtete über dessen Bemühungen, den unzureichenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Zusammenarbeit mit der Firma Autokraft zu ergänzen und zwischen Ladelund, Bramstedtlund, Achtrup und Leck einen speziellen Kleinbus mit eigenen, ehrenamtlich tätigen Fahrern einzusetzen. Für das Vorhaben ist eine Fördersumme von 49.500 Euro vorgesehen.

Peter Reinhold Petersen, Bürgermeister der Gemeinde Bordelum, stellte das mit mit 50.000 Euro zu fördernde Projekt „Intelligente Wegekonzepte“ vor. Dieses zielt darauf ab, den Ist-Zustand der Straßen und Wege im Raum Bordelum, Sönnebüll und Vollstedt zu erfassen. Deren Belastbarkeit soll ermittelt, ein Index für die Planung von Reparaturarbeiten entwickelt sowie ein Konzept zur Verkehrslenkung während der Erntezeit erarbeitet werden.

Zusammen mit Geldern von knapp 400.000 Euro für „EU-Zukunftsthemen“ wurden über den „Leader-Ansatz“ in Südtondern und dem Amt Mittleres Nordfriesland drei Millionen Euro gebunden. Den Rahmen für das, was gefördert werden soll, gab – und gibt auch weiterhin – die Integrierte Entwicklungsstrategie mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Energie, Tourismus und Soziales Leben vor.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 17:00 Uhr

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