zur Navigation springen

Geldspritze für Klima-Projekte : Aktiv-Region: Neue Projekte vor dem Start

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gute Ideen zahlen sich aus: Die Aktiv-Region Nordfriesland-Nord fördert wieder neue Vorhaben im Kreisgebiet – eine Schnelllade-Station für Elektromobile sowie das außerschulische Lernen.

Grünes Licht für neue Projekte im Förderschwerpunkt „Klimawandel und Energie“ gab der Vorstand der Aktiv-Region Nordfriesland-Nord in seiner jüngsten Sitzung. Was noch fehlt, sind die Bewilligungen des Landesamtes für Ländliche Räume und Umwelt. Die Initiatoren wollen anhand der Förderung vor allem das Bewusstsein für klimafreundliches Verhalten stärken, klimafreundliche Mobilität ausbauen und energieeffiziente Maßnahmen unterstützen.

Einstimmig hat der Aktiv-Regions-Vorstand unter Vorsitz von Wilfried Bockholt daher beschlossen, ein Schnelllader-Projekt für Elektromobile in Niebüll mit 19.500 Euro zu fördern. Davon fließen 80 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union (EU), 20 Prozent kommen vom Land. „Dieser Schnelllader soll mit einheimischer Energie gespeist werden“, erklärte Rüdiger Wiese, Geschäftsführer der Stadtwerke Niebüll, der als Projektträger den Vorstands-Mitgliedern das Vorhaben vorstellte. Das Besondere der Ladesäule, die auf dem Parkplatz der VR-Bank in der Niebüller Innenstadt steht, sei Wiese zufolge, dass sie grünen Strom direkt aus dem Biokraftwerk in Sichtweite erhalte.

Die Ladesäule, deren Standort anhand der Machbarkeitsstudie „Schnellladenetz Westküste/Unterelbe“ des Kreises Nordfriesland ermittelt wurde, ist mittlerweile die zweite in der Region. Die andere ist auf dem Greentec-Campus in Enge-Sande zu finden. „Wenn wir keine vernünftige Infrastruktur haben, bekommen wir auch keine Elektromobile auf die Straße“, machte Wiese deutlich.

Das Projekt „Energieprofit“ stellte Dr. Simon Rietz, Regionalmanager der Aktiv-Region, vor. Es soll dazu beitragen, dass die Energieeffizienz in mittelständischen Unternehmen gesteigert werden kann. Geplant ist, dass die teilnehmenden Betriebe mit einem Energieberater zusammenarbeiten, der ihren Strom- und Wärmeverbrauch unter die Lupe nimmt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die dann in Workshops vermittelt werden. Am Ende haben die Unternehmen dann die Chance, ein Zertifikat zu erhalten. Getragen wird „Energieprofit“ vom Kreis Nordfriesland und ist in Kooperation mit den anderen Aktiv-Regionen an der Westküste entstanden, die es mit insgesamt 7500 Euro aus EU-Mitteln unterstützen.

„Außerschulische Lernorte“ ist ein weiteres Vorhaben, das mithilfe des Öffentlichkeitsbudgets der Geschäftsstelle der Aktiv-Region Nordfriesland-Nord gefördert wird. Im Mittelpunkt steht dabei ein Plakat, das für außerschulische Lernorte im Norden Nordfrieslands werben soll. Es wird in Schulen, Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen ausgehängt. „Inhaltlich wird das Projekt vom Netzwerk Bildung Nord begleitet“, erklärte Regionalmanagerin Carla Kresel. „Die Idee wurde von der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland eingebracht und wird dort ebenfalls umgesetzt“. Die alljährliche Bildungskonferenz des Netzwerkes Bildung Nord und des Christian-Jensen-Kollegs ist für den 26. Mai geplant, diesmal zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“. Hauptreferent ist Kommunikationstrainer Jürgen Schlicher. Bei der Veranstaltung werden auch weitere Projekte aus der Region vorgestellt.

Die Aktiv-Region Nordfriesland-Nord ist stetig auf der Suche nach weiteren innovativen Projektideen. Voraussetzung ist, dass diese sich folgenden Kernthemen zuordnen lassen: „Intelligente Energieverwendung und -produktion ausbauen, darstellen und kommunizieren“; „Kooperationsräume zur Sicherung der nachhaltigen Daseinsvorsorge“; „Nachhaltiger Natur-, Kultur-, Regional- und Qualitätstourismus“; „Junge Unternehmen fördern und bestehende Unternehmen sichern und halten“. Mehr Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle der Aktiv-Region unter Telefon 04671/919232 oder per E-Mail an c.kresel@aktivregion-nf-nord.de.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen