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Titeljagd : Agrar-Familie 2017: Sechs Högeler wollen an die Spitze

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Jürgensens bewerben sich um den Titel „Agrar-Familie 2017“ – und hoffen nun auf viele Stimmen im Internet.

Jede Stimme zählt für Familie Jürgensen. Es sind ohnehin viele Stimmen auf dem landwirtschaftlichen Hof, der von ihr bewirtschaftet wird: Die von Vater Henning (48), Mutter Eike, den drei Töchtern Lienke, Sige Marie und Rutje sowie von Sohn Sünke Hein (7). Mitarbeiter Jan und Lehrling Tade gehören auch noch dazu. Nun geht es aber nicht um das, was sie sich so täglich zu erzählen haben – und das ist jede Menge –, sondern um die Stimmen für ein Voting.

Die Jürgensens haben sich für den Titel „Agrar-Familie 2017“ beim Deutschen Landwirtschafts-Verlag beworben und sind mit elf weiteren Familien ins Finale gekommen. Nun liegt es an der Öffentlichkeit, für sie zu stimmen, damit sie ihrem Ziel näherkommen. Aus ganz Norddeutschland sind die Jürgensens die einzigen Landwirte, die bei dem Wettbewerb mitmachen. Seit Wochen drehen sie ordentlich die Werbetrommel und Filme, die sie auf YouTube stellen. Mit dabei: Natürlich die Familienmitglieder und alle sechs Lehrlinge, die bisher auf dem Hof ihren Beruf erlernten.

Der Zusammenhalt ist groß und genau das ist es, was die Familie ausmacht. „Wir sind immer zusammen und das finde ich schön“, beschreibt es Rutje (9). Mutter Eike (43) und Tochter Lienke (16) sind seit Jahren als Agrar-Scouts auf Messen und öffentlichen Veranstaltungen unterwegs (wir berichteten), um über die Landwirtschaft aufzuklären. In Zeiten, in denen der Berufszweig vermehrt in den Negativschlagzeilen ist, wichtiger denn je für die beiden Nordfriesinnen. Sie erzählen den Menschen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert, wie die Familie ihre Arbeit erlebt und auch lebt. „Das ist kein Bilderbuchleben, kein Bullerbü, so wie es viele immer noch denken“, meint Lienke – und auch, dass an ihrem Stand dann Kälber, Kühe und Schweine mit dabei sind.

Sige Marie (15) führt gerne Interessierte auf dem Hof herum, packt kräftig im Alltagsgeschehen mit an und kann sich vorstellen, den Betrieb irgendwann zu übernehmen. Neben Schulen und Kindergärten lädt die Familie auch gerne mal Pastoren ein – vornehmlich zum Ernte-Dank-Fest –, Versicherungsleute – damit sie sehen, was überhaupt versichert ist – oder auch Außendienstmitarbeiter, die Futtermittel oder Sonstiges anliefern. Dänische Landwirtschaftsschüler kommen ebenso. Die Sprache ist dann kein Problem, alle Kinder besuchen die Dänische Schule. „Wir sind ein sehr offenes Haus“, erzählen Eike und Henning Jürgensen.

Für die Familie sind Menschen um sie herum eine Selbstverständlichkeit. Genauso wie die 160 Milchkühe, Bullenmast, weibliche Nachzucht, vier Handlämmer, Hund, Katze und damit insgesamt etwa 450 Tiere, die sie täglich zu versorgen haben. Das machen sie gerne, denn es ist ihr Leben, das sie gerne mit anderen teilen. „Mit unserer Teilnahme an dem Wettbewerb sollen wir zeigen, dass Norddeutschland hinter seinen Landwirten steht, und hoffen, dass wir die Landwirte würdevoll vertreten“, so Eike Jürgensen. Wer seine Stimme für die Familie abgeben möchte, geht im Internet auf die Seite www.agrar-familie.de (http://www.agrar-familie.de/contestants/familie-juergensen-aus-25858-hoegel/). Wer Einblick ins Hofgeschehen nehmen möchte, gibt auf Facebook Hof Jürgensen ein. Und wer die tollen Videos sehen möchte, findet diese – wie erwähnt – auf YouTube.

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