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Diskussion im Schwabstedter Gemeinderat : Ärger um Spende für dänische Schule

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Obwohl die dänische Schule Friedrichstadt die Gemeinde Schwabstedt unterstützt hat, wurde der Antrag auf einen Zuschuss abgelehnt. Einige Bürger sprangen in die Bresche.

Das war einigen Zuhörern der jüngsten Gemeinderats-Sitzung in Schwabstedt dann doch eine Nummer zu peinlich: Mit sieben Nein-Stimmen gegen vier Ja von Eike Hansen, Helge Marxen und Broder Pörksen (alle WGS) sowie Jörg Möller (FDP) bei der Enthaltung von Bürgermeister Jürgen Meyer (FDP) hatte der Gemeinderat den Antrag der dänischen Schule in Friedrichstadt auf Zuschuss für die Nachmittagsbetreuung abgelehnt. Auch in den Vorjahren war dieser Antrag immer abgelehnt worden, denn Schwabstedt ist Fehlbedarfsgemeinde und muss sparen. So war das Nein aus diesem Grund eigentlich auch diesmal gerechtfertigt.

Zuvor aber hatte der Bürgermeister in der Sitzung gerade den neuen großen Ortsplan präsentiert, der sich durch eine umfangreiche schriftliche Erläuterung auszeichnet. Er soll in einer größeren Hinweistafel am Ortseingang aufgestellt werden. Und da erscheint der Text auch in perfekter dänischer Übersetzung. Und genau diese hatten Schüler der dänischen Schule Friedrichstadt auf Bitten der Gemeinde ausgeführt, ohne sie in Rechnung zu stellen. Aus diesem Grunde machte sich Gemeindevertreter Helge Marxen (WGS) in der Sitzung sehr laut dafür stark, den Betrag von 200 Euro sozusagen als Belohnung für diese umfangreiche Arbeit zu zahlen, und erntete Unterstützung von der stellvertretenden Bürgermeisterin Eike Hansen (WGS). Doch dieser Appell half nicht. Das Geld kam dann doch noch zusammen. Am Ende der Zusammenkunft ging Einwohner Hans-Jürgen Tietjen auf den Bürgermeister zu und überreichte 100 Euro „als Belohnung für die dänischen Schüler“. Ganz spontan griff der Gemeindechef in sein Portemonnaie und legte einen „Fünfziger“ obendrauf. Die restlichen 50 Euro übernahm dann die Wählergemeinschaft Schwabstedt (WGS). Durch dieses „ganz und gar unbürokratische Vorgehen“ wurde die Fleißarbeit der dänischen Schüler schließlich belohnt.

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