Katharinenheerd : Ärger über unnötige Kosten

Haushalt abgesegnet: Die Gemeinde Katharinenheerd plant für 2018 einen Fehlbetrag von 47.900 Euro ein.
Haushalt abgesegnet: Die Gemeinde Katharinenheerd plant für 2018 einen Fehlbetrag von 47.900 Euro ein.

140.000 Euro hat Katharinenheerd für die Sanierung von Gemeindewegen in diesem Jahr eingeplant.

shz.de von
01. März 2018, 10:00 Uhr

Was Bürgermeister Dieter Heisterkamp in jüngster Sitzung der Gemeinde Katharinenheerd ärgerte, waren die im vorgelegten Haushaltsplan 2018 vorsorglich eingestellten 140.000 Euro für die Instandsetzung der Schäden an den Gemeindestraßen und –wegen anlässlich der Baumaßnahme an der B 202 im vergangenen Jahr. „Trotz ausgeschilderter Umleitung ist ein großer Teil des Schwerlastverkehrs über Gemeindestraßen im Dorf und durch die Feldmark gerauscht. Die Banketten sind stark beschädigt worden, und der Asphalt hat sehr gelitten“, so seine Feststellung. Tatsächlich, so bestätigte Hannelore Borchers, Fachbereich Finanzen des Amtes Eiderstedt, sei es so, dass Schäden, die auf nicht offiziellen Ausweichrouten entstehen, nicht als Schadensersatz gegenüber dem ausführenden Unternehmen geltend gemacht werden können.

„Ansonsten bin ich zufrieden mit den Zahlen. Mit einem voraussichtlichen Fehlbetrag von 47.900 Euro kann ich leben. 2017 waren es gut 20.000 Euro mehr“, erklärte der Gemeinde-Chef. Das Gremium segnete denn einstimmig den Haushaltsplan 2018 mit -satzung und Stellenplan ab. Die wichtigsten Änderungen gegenüber dem Vorjahr hatte die Finanzexpertin zuvor noch einmal erläutert. Die Aufgabe des Brandschutzes hat die Kommune auf die Gemeinde Tetenbüll übertragen, so dass sie sich an den Kosten beteiligen muss. Zunächst wurden 7200 Euro eingeplant. Die Zahlen lagen, so Borchers, noch nicht vor. Für den Endausbau des Lerchenweges im Baugebiet sind 42.000 Euro geplant. Für die Unterhaltung und Räumung der gemeindeeigenen Vorflutgräben sind 20.000 Euro veranschlagt worden. Auch die Betonsanierung der Brücke Schüttkobenweg steht mit 10.000 Euro an. Laut Wirtschaftsplan des Friedhofsverbandes wird ein Betrag von 4800 Euro eingeplant sowie für das Projekt Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt 3300 Euro. 3600 Euro sind an Beiträgen an die Lokale Tourismus-Organisation (LTO) St. Peter-Ording-Eiderstedt und an die Nordsee-Tourismus-Service GmbH veranschlagt. Die Kreisumlage beträgt 37,5 Prozent der Finanzkraft der Gemeinde (Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen), die Amtsumlage 26,24 Prozent.

Ebenso einstimmig verabschiedeten die Gemeindevertreter die Beschlussvorlage über die Finanzierung der LTO St. Peter-Ording / Eiderstedt für das Kalenderjahr 2018. „Katharinenheerd ist mit 2600 Euro dabei. Wir zahlen 500 Euro mehr gegenüber 2017, die anderen Gemeinden anteilig entsprechend ebenfalls mehr“, so der Bürgermeister. Das resultiere aufgrund gestiegener Kosten, insbesondere durch die Installation des Internetauftrittes. „Das ist angemessen. Dafür wird uns was geboten“, so Heisterkamp.

Einen Hinweis von Bürgerseite nach dem schlechten Zustand des Norderweges griff er auf. „Ich habe das schon gesehen und Thomas Helmke vom Bauamt darauf angesetzt. Er will für Abhilfe sorgen“, so der Bürgermeister. Schließlich waren sich alle einig, dass der Frühjahrsputz am 17. März um 13.30 Uhr starten soll.




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