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Bordelum : Ärger über Geldinstitut-Schließung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die VR-Bank-Filiale in Bordelum wird zum Jahresende geschlossen. Die Gemeindevertreter hoffen auf einen Geldautomaten. „Zuhause-Service“ für Senioren soll Kommune 30.000 Euro kosten.

Frust und Unverständnis über die Schließung der VR-Bank Filiale in Bordelum herrschten bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Dörpshus in Dörpum. Und so kam es auch nicht von ungefähr, dass zahlreiche Einwohner die Sitzung verfolgten. Am Ende waren sich die Gemeindevertreter darin einig, erneut in einem Brief an den Vorstand des Geldinstituts auf die mit der zum Ende des Jahres beschlossenen Schließung und den damit verbundenen Probleme für den Ort hinzuweisen.

„Wir wollten, dass zumindest ein Geldautomat in Bordelum verbleibt“, betonte Bürgermeister Peter Reinhold Petersen, „auch das wurde von der Bank aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt“. Kunden ab 75 Jahren bietet die Bank aber einen „Zuhause-Service“ an. Mit diesem Angebot sollen VR-Bank Mitarbeiter die betroffenen Personen in deren eigenem Heim mit Bargeld versorgen. Das Ganze soll die Gemeinde aber 30.000 Euro kosten. „Wir machen in Bordelum viele Anstrengungen und dann kommt sowas“, zeigte sich Petersen wenig zuversichtlich. Auch im Hinblick auf die Besucherströme zu den Inseln und Halligen, die die Bäderstraße durch den Ort nutzen und die rund 100.000 Übernachtungen im örtlichen Kurheim, sei die Schließung ein Unding.

Die Problematik mit der von den Anwohnern beklagten Lärmbelästigung rund um das Kurheim soll bis Ende Januar geklärt werden. Bis dahin hat der Betreiber noch Zeit Verbesserungsvorschläge zu machen. Mit der Planung für das Baugebiet am Fru-Metten-Weg wurde ein Planungsbüro beauftragt.

„Bordelum hat eine gute Finanzsituation“, freute sich der Bürgermeister und machte das an der Haushaltssatzung für das kommende Jahr deutlich. So weist der Ergebnisplan einen Betrag von 4.808500 Euro bei den Erträgen sowie 4.808300 Euro bei den Aufwendungen und somit einen Jahresüberschuss von 200 Euro aus. Der Finanzmittelfehlbetrag wurde auf 2.245400 Euro festgesetzt. Die Grundsteuer für Land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt bei 320 Prozent, Grundsteuer für Grundstücke 320 Prozent, Gewerbesteuer 380 Prozent.

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