Internet Thema im Witzworter Gemeinderat : Ärger mit der Homepage: Ein neuer Versuch

Der Internetauftritt von Witzwort soll professionell überarbeitet werden.
Der Internetauftritt von Witzwort soll professionell überarbeitet werden.

Die Witzworter Gemeinde-Homepage wird künftig von Profis betreut, nachdem es daran Kritik gegeben hatte. Unter anderem soll das Gästebuch geschlossen werden, da darin mehrfach der Bürgermeister beschimpft worden war.

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09. Mai 2015, 11:30 Uhr

Die Gemeindevertreter Witzworts wollen die Pflege ihrer Homepage in externe Hände vergeben sowie einen Ausschuss aus ihren Reihen bilden, der über die Inhalte zu entscheiden hat. Bei einer Enthaltung votierten sie in der jüngsten Sitzung dafür. Es soll nun eine Ausschreibung erfolgen. „Wir brauchen Angebote“, so Bürgermeister Willi Berendt. Bisher war die Seite von einer Gemeindevertreterin gepflegt und technisch betreut worden. Wegen von ihr eingestellter Texte kam es in den vergangenen Monaten zu Differenzen. Einige Gremiumsmitglieder warfen ihr einseitige Betrachtungsweisen und fehlende Objektivität vor. „Es ist besser, jemanden zu beauftragen, der nicht Mitglied des Gemeinderates ist“, brachte es Vertreter Jürgen Reck in kurzer Diskussionsrunde auf den Punkt. Allerdings sollten künftig alle ein demokratisches Mitspracherecht wegen der Inhalte haben. Zudem, so die mehrheitliche Meinung, soll das Gästebuch geschlossen werden. Auch das war Stein des Anstoßes. Zu viele, so bestätigte der Bürgermeister, insbesondere an seine Person gerichtete beleidigende Kommentare fanden sich darin wieder.

Einstimmig entschieden sich die Gemeindevertreter für den Beitritt in den Förderverein Eiderstedter Kirchen. Mit 100 Euro Jahresbeitrag will die Kommune einsteigen. Eine ebenso einstimmige Entscheidung fiel zugunsten der Sanierung des Daches auf dem Kindergartengebäude. „Das Dach ist mehr als 40 Jahre alt und schlecht isoliert“, erläuterte der Bürgermeister. Rund 60.000 Euro soll die Sanierung kosten. Die Kommune hat sich laut Vertrag mit 10.000 Euro zu beteiligen. Die Restsumme wäre vom Schulverband zu übernehmen. Auch das „Go“ für die Sanierung der Wege im Gemeindegebiet gaben die Vertreter einstimmig. „80.498 Euro wird uns das kosten und es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so der Kommentar des Gemeinde-Chefs.

Den Antrag der WOF-Fraktion, nämlich dass Bürger künftig ihren Rasenschnitt beim Bauhof der Gemeinde abgeben dürfen, lehnte die Mehrheit des Gremiums ab. „Zu aufwendig und zu teuer für die Kommune“, hieß es aus der Runde. Entweder sei kompostieren im eigenen Garten angesagt oder die Fahrt zur Kompostierungsanlage.

Erfreuliches verkündete der Gemeinde-Chef über den von neuen Betreibern übernommenen Markt-Treff (wir berichteten): „Das Angebot ist reichhaltiger geworden. Die Preise haben Supermarkt-Charakter.“ Die hinteren Räume können auch weiterhin von Vereinen und Verbänden genutzt werden. Auch der Computer für das Surfen im Internet für jedermann bleibt im Markt-Treff erhalten.

Großes Lob zollte Berendt der Feuerwehr. „Ihr habt der Gemeindekasse rund 1000 Euro für den Einbau der Rolltore im Gerätehaus erspart“, erklärte er. Die Gemeindevertretung hatte kürzlich dafür votiert, weil die alten Tore irreparabel waren. Wegen des in naher Zukunft drohenden Verlustes der Selbstständigkeit der Witzworter Grundschule (wir berichteten), sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Ich habe viele Hebel in Bewegung gesetzt. Es werden derzeit intensive Gespräche geführt“, so der Bürgermeister. Schließlich vereidigte und ernannte der Gemeinde-Chef Andreas Lesch zum stellvertretenden Wehrführer. In der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Witzwort war er wiedergewählt worden.

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