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40 Helfer aus Horstedt : Acht Hektar Wald werden aufgeforstet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gemeinsam mit Landwirtschaftskammer und Unterer Naturschutzbehörde pflanzt die Gemeinde Horstedt Sträucher und Laubbäume. Die Stürme Christian und Xaver hatten dem Wald sehr zugesetzt.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 14:00 Uhr

Etwa 1000 Quadratmeter Gemeindewald bepflanzten jüngst mehr als 40 Helfer aus Horstedt. Bürgermeisterin Karen Hansen appelliert an die Bürger, die Feuerholz aus dem Wald erhalten haben, dem Forst etwas zurückzugeben. Sie taten es. Insgesamt betrifft die Aufforstung acht Hektar. Die Stürme Christian und Xaver hatten dem Wald sehr zugesetzt. Die Gemeinde hat ihre Planungen abgeschlossen, berichtet die Gemeinde-Chefin: Landwirtschaftskammer und Untere Naturschutzbehörde seien mit im Boot. Laut Hansen wird die meiste Arbeit maschinell gemacht: „Wir stehen auf der Warteliste der Pflanzwilligen bei der Forstbetriebsgemeinschaft“, erklärt die Bürgermeisterin.

Jedoch hätten sie nun einen kleinen Teilbereich unter Schonung des auf natürliche Weise entstandenen Jungaufwuchses bepflanzt. „Die Feuerwehr wässerte die Bäumchen“, informierte Hansen erfreut. Auch die Jugendfeuerwehr hätte sich an ihre Patenschaft für den Wald erinnert, betonte die Gemeinde-Chefin, „und war in größerer Personenanzahl dabei.“ Auch die im Ort lebenden Asylbewerber hätten mitgewirkt. „Darüber haben sich alle gefreut“, ist sich Karen Hansen sicher. Die fleißigen Helfer räumten grobes Buschwerk zur Seite, holten eingewachsene Sträucher wie die Traubenkirsche heraus, um für die gesetzten Jungpflanzen Licht zu schaffen. Die Bürgermeisterin dankte zudem Familie Friedrichsen, die ihren Minibagger mit Forstzange für die Gemeinschaft zur Verfügung stellte. Ferner wurde mit Motersensen und -sägen dem Wildwuchs Einhalt geboten, Büsche herausgerissen, um sie per Häcksler zu zerkleinern. „Schön war, dass sich alle – auch die Flüchtlinge – ohne Worte verstanden haben“, fasste Karen Hansen in ihrem Resümee zusammen.

Nach der Frühstückspause gingen die Helfer mit Tatkraft zu Werk. Es wurden Sträucher und Laubbäume gepflanzt. Dabei hätten sie, schilderte die Bürgermeisterin, zur Verwunderung aller, die Triebspitzen mit Schafwolle eingepackt. „Alle wissen nun, dass Schafwolle ein Ersatz für eine Einzäunung ist“, erklärt die Diplom-Biologin: „Rehe lieben frische Triebe, aber Schafwolle schmeckt eklig“, ergänzt sie. Zudem sei diese Art der Beforstung sehr viel günstiger. Abschließend bewässerte die Feuerwehr die Pflanzen, und das Schreddergut wurde auf dem Boden verteilt. Die Frage nach einer Wiederholung konnte die Bürgermeisterin ohne Sorge beantworten: „Fläche gibt es genug. Es warten noch 79.000 Quadratmeter.“

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