Freude bei den Bürgern : Abwasser: Gebühren sinken

Kostbares Nass: Die Abwasser-Gebühren sinken.
Kostbares Nass: Die Abwasser-Gebühren sinken.

Die Gemeinde Ahrenviöl hat eine Rücklage gebildet, nun werden die Abwasser-Gebühren um fast die Hälfte sinken. Auf dem Konto liegen rund 55.000 Euro. Fünf Jahre lange werden jeweils 11.500 Euro zurückgezahlt.

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02. Dezember 2014, 13:00 Uhr

Es war die Top-Nachricht des Abends. Die Gemeindevertretung Ahrenviöl beschloss in ihrer jüngsten Sitzung, die Abwassergebühren zu senken. Ab Januar 2015 fallen sie um fast 50 Prozent, von gegenwärtig 1,80 Euro auf dann einen Euro pro Kubikmeter. Grund hierfür sind die respektablen Gewinne, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben, erklärte Bürgermeisterin Edith Carstensen. Bis Ende des vergangenen Jahres belief sich das Plus auf gut 50.000 Euro. „Und bis Ende des laufenden Jahres rechnen wir mit einem nochmaligen Gewinn von etwa 5000 Euro.“

Da die Gewinne nicht für künftige Investitionen eingesetzt werden dürfen, müssen sie an die Gebührenzahler erstattet werden, erläuterte die Bürgermeisterin. Somit sollen jährlich 11.500 Euro in die Taschen der Bürger fließen – und das fünf Jahre lang. Wie es dann weiter geht, müsse sich zeigen. Fest steht allerdings, dass die Gemeinde für die vorgeschriebenen Kanalinspektionen jährliche Rückstellungen bilden müsse. Vorgesehen ist, dass diese Aktion Ende 2022 abgeschlossen wird,.

Dies waren nicht die einzigen Zahlen, mit denen sich die Gemeindevertreter an diesem Abend beschäftigen mussten. Auch der Haushalt für das kommende Jahr stand auf der Tagesordnung. Nach derzeitigen Berechnungen wird 2015 mit einem Jahresüberschuss von 30.900 Euro beendet. Doch es gibt einige Unsicherheitsfaktoren, die im Zahlenwerk mit berücksichtigt wurden. So wurde beispielsweise die Schulverbandsumlage erhöht, was mit der Schülerzahl zusammenhängt. Hierfür wurden fast 90.000 Euro vorgesehen. „Für unsere 92 Kinder in Schulen, Kindergärten und Krippenplätzen geben wir im neuen Jahr 172.634 Euro aus“, rechnete die Bürgermeisterin vor.

Verwirrung im Rat wegen der Amtsumlage. In der jüngsten Amtsausschuss-Sitzung wurde beschlossen, diese Umlage von bisher 19 auf 17 Prozent zu senken. In der Regel bedeutet dies, dass sich somit der Betrag ebenfalls senkt. Nicht so in Ahrenviöl. Dieser Widerspruch hängt mit den sprudelnden Gewerbesteuer-Einnahmen zusammen. Musste die Gemeinde bislang bei 19 Prozent Amtsumlage 75.000 Euro abgeben, so sind es trotz der prozentualen Absenkung 20.000 Euro mehr als bislang.

Auch die letzte Abrechnung der Straßenbeleuchtungs-Umstellung auf LED-Technik legte Edith Carstensen vor. 35 500 Euro kostete die gesamte Aktion. „Da wir aber mit der LED-Umstellung die ersten im Amtsbereich waren, konnten wir auch von einem 40-prozentigen Zuschuss profitieren.“ Somit verringerte sich die Haushaltsbelastung der Gemeinde für die Modernisierung auf gut 21 000 Euro. Es wird aber noch viel mehr gespart. „Durch die neue Technik verbrauchen wir gut 50 Prozent weniger Strom. Somit hat sich die Modernisierung auf jeden Fall gelohnt.“

Die erste Gemeinderats-Sitzung im neuen Jahr findet am Mittwoch, 14. Januar, im Forsthaus Waldschänke statt. Dabei soll der neue Wehrführer Tim Carstensen in seinem Amt bestätigt und vereidigt werden. Er löst damit Sönke Johannsen ab, der für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Bei dieser Gelegenheit wies Edith Carstensen darauf hin, dass alle Gemeinderats-Sitzungen öffentlich sind.


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