Abschied nach zehn Jahren

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21. Oktober 2010, 07:33 Uhr

Husum | Ein Jahrzehnt lang hat sie sich für die Selbsthilfegruppe "Restless-Legs-Syndrom" engagiert und sich um die Aufklärung von Betroffenen und Ärzten über Diagnose und Therapie verdient gemacht. Jetzt hat Ingrid Jesse - bedingt durch einen Wohnortwechsel - die Leitung der Gruppe abgegeben. Über all die Jahre hinweg hatte sie stets Rat für den Umgang mit der Erkrankung parat. Zudem gab es durch die Gründung der Gruppe endlich eine Möglichkeit zum Austausch von Informationen sowie Gelegenheit für die Erkrankten, über ihren Leidensdruck im Alltag zu sprechen.

Das "Restless-Legs-Syndrom" (RLS) wurde schon vor 300 Jahren als Krankheit entdeckt, doch steckt die Forschung bis heute in den Kinderschuhen. Die an RLS erkrankten Patienten leiden an einem unwillkürlichen, motorischen Bewegungsdrang der Beine und Arme in Ruhephasen, begleitet von Kribbeln, schmerzhaften Zuckungen und ähnlichen Symptomen. Bei Nichterkennung und Nichtbehandlung durch einen Neurologen droht jahrelanger Schlafentzug, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen - im Berufs- und Familienleben eine ständige Herausforderung, verbunden mit zahlreichen Einschränkungen.

Um den Betroffenen auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch zu geben, hat Heidi Müller ihre seit fast drei Jahren in Langenhorn bestehende RLS-Selbsthilfegruppe in das zentraler gelegene Husum verlegt. Die Gruppe trifft sich in der Diakoniestation im Stadtweg 44. Interessierte sind willkommen. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 04672/ 772833 oder per E-Mail an volmuel@ hotmail. de.

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