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Husumer Nachrichten

17. Dezember 2017 | 00:23 Uhr

Friedrichstadt : Abschaffen ist keine Option

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nachdem die Bürgerinitiative eine Unterschriftenaktion gegen die Friedrichstädter Ortsgestaltungs-Satzung ins Leben gerufen hat, melden sich die Fürsprecher zu Wort.

von
erstellt am 04.Apr.2017 | 10:00 Uhr

Die Ortsgestaltungs-Satzung (OGS) ist zur Zeit Thema Nummer eins in Friedrichstadt. Spätestens seitdem die Bürgerinitiative AG-OGS Friedrichstadt Flugblätter verteilt und in einer Unterschriftenaktion die Abschaffung der OGS fordert (wir berichteten), sind die Diskussionen über das Für und Wider in vollem Gange.

So haben sich etwa die vier Fraktionen der Stadtvertretung an einen Tisch gesetzt und eine gemeinsame Stellungnahme verfasst. Darin heißt es: „Um es einmal ganz deutlich zu machen, die OGS ist nicht entstanden, weil die im Rathaus die Friedrichstädter Hausbesitzer in der Altstadt ärgern wollten und wollen. Die OGS wurde dringend notwendig und ist entstanden, um das einzigartige historische Stadtbild und das geschichtliche Erbe zu sichern. Dadurch ist Friedrichstadt so lebens- und liebenswert. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal.“ Allerdings brächten es die immer neuen Entwicklungen – von neuem Baumaterial bis hin zu gestiegenen Ansprüchen – mit sich, dass die OGS von Zeit zu Zeit überarbeitet werden sollte, sind sich die Politiker einig. Die letzte Änderung hat es 2010 gegeben „und soll(te) in diesem Jahr wieder in Angriff genommen werden. Eine Abschaffung der OGS kann aber nicht zur Debatte stehen“, betonen Björn Jensen (CDU), Ernst-Otto Huß (FBV), Elke Kempkes (SSW) und Heike Willhöft (SPD).

Rückendeckung bekommen die Politiker dabei von rund 20 Friedrichstädtern, die ebenfalls ein Statement verfasst haben. „Angesichts der derzeit laufenden Aktionen der so genannten AG-OGS möchten wir Friedrichstädter Bürger, Geschäftsleute sowie Hauseigentümer ein klares Bekenntnis für den Erhalt der Ortsgestaltungs-Satzung geben, die allerdings weiterhin neuen Material-Möglichkeiten und Bedürfnissen angepasst werden kann und soll. Dies vor allem, weil wir der Überzeugung sind, dass die OGS hilft, unseren schönen historischen Stadtkern auch für künftige Generationen zu erhalten“, machen sie in einem Schreiben deutlich. Einer von ihnen ist Dr. Florian Wagner. „Wir wollen keine zweite Front aufbauen oder eine Gegen-Initiative ins Leben rufen“, stellt er klar. Doch ihm und den anderen OGS-Befürwortern sei es wichtig, zu zeigen, dass es auch Friedrichstädter gebe, die sehr wohl für die Erhaltung der Satzung sind. Darunter sind neben Florian Wagner auch Michael Eggers, Doreen und Jan Stümpel, Klaus Richter, Michael Kiefhaber, Günter Tietgen, Tobias Tietgen, Kristine und Joshua Zimmerer, Anke Richter-Teubler, Renke Ulonska, Gesa Nottelmann, Miriam Jüchser, Marcus Krause, Rudolf Reimann, Jan Laute, Holger Klingenberg, Jörg Graefe, Thomas Vogel, Jochen Goeding, Dr. Birte Pusback und Maik Schwartau.

Die OGS – ein Thema, das bewegt. Nun bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative liefert. 125 Unterschriften müssen bis Ende dieser Woche zusammenkommen, damit sich die Stadt mit einer möglichen Abschaffung beschäftigen muss.



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