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Kitesurf-Worldcup in St. Peter-Ording : Absage an alle illegalen Feten

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Kitesurf-Worldcup in St. Peter-Ording gibt es neue Regeln. Sie sollen zügellose Partys und wildes Campen erheblich eindämmen. Am Freitag (21. August) beginnt das weltgrößte Event im Badeort.

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erstellt am 19.Aug.2015 | 09:00 Uhr

Zur weltweit größten Kitesurf-Veranstaltung werden in den nächsten Tagen wieder Topsportler und rund 200.000 Zuschauer in St. Peter-Ording erwartet. Von Freitag (21. August) bis Sonntag (30. August) werden dort vor dem Ordinger Strand die Wettbewerbe ausgetragen. Mit dabei Cracks wie Mario Rodwald aus Rendsburg und Sabrina Lutz aus Hamburg sowie internationale Stars aus aller Welt. Zeitgleich findet die weltgrößte Messe für Anbieter von Kitesurf-Equipment statt. In St. Peter-Ording kann dann wieder Material für die nächste Saison getestet werden. Dafür gibt es eine eigene 800 Meter lange Strecke am Strand, wie die stellvertretende Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff erklärt und sie betont: „Wir freuen uns sehr, dieses tolle Event zum zehnten Mal bei uns in St. Peter-Ording zu haben.“

Aber die Großveranstaltung hat auch ihre Schattenseiten, Auswüchse der so genannten Spaßgesellschaft, die gerade im vergangenem Jahr mit seinem schönen Sommer besonders in Erscheinung traten. So verzeichneten die Tourismus-Zentrale und der Veranstalter Actagency wilde und laute Partys bis in den frühen Morgen, Wagenburgen, Tabledancing, Komasaufen und Drogenkonsum am Strand, verbotenes Campen in den Dünen und viel Müll. „Das haben wir zum Anlass genommen, die Veranstaltung neu zu bewerten und ein neues Verkehrs- und Sicherheitskonzept zu erarbeiten“, erklärt Höfinghoff. Es gelten ab Freitag also neue Regeln beim Kitesurf-Worldcup. So ist der Strandparkplatz für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, Trucks und Gespanne jeglicher Art gesperrt. Zudem wird der Zugang täglich ab 18 Uhr geschlossen. Die Autos müssen das Gelände bis 22.30 Uhr verlassen haben. Gleich nach Ende der Veranstaltung im Vorjahr haben sich Gemeinde, Tourismus-Zentrale, der Veranstalter, das Amt Eiderstedt, die Nationalpark-Verwaltung, die Polizei (auch von Landesebene), die Feuerwehr und die DLRG zusammengesetzt, um das neue Verkehrs- und Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Beraten wurden sie dabei von einem Team, das unter anderem auch das Wacken-Festival betreut.

„Der Strandparkplatz ist kein Festivalgelände, es gilt ein absolutes Übernachtungsverbot“, betont Constanze Höfinghoff Es gibt Ausweichparkmöglichkeiten an der Utholmer Straße und im Bereich Hungerhamm und Norderdeich. Bei Bedarf wird noch eine Fläche am Neuweg geöffnet, von dort gibt es einen Shuttleservice. Auf all diesen Arealen darf auch in den Autos übernachtet werden. Wer dagegen campen möchte, der muss einen Campingplatz in St. Peter-Ording oder den offiziellen Partner in Tating aufsuchen, von dort gibt es einen Zubringerdienst.

Auf dem gesamten Strand sind ferner privates Grillen, offenes Feuer, Müllentsorgung, Wagenburgen, laute Musik und Partys verboten. Mit Ordnern und einem Sicherheitsdienst rund um die Uhr wird der Veranstalter für die Einhaltung sorgen. Auch die Polizei und die Tourismus-Zentrale sind im Einsatz. Die Besucher werden mit Handzetteln informiert, an den Verkehrsknotenpunkten im Ort sind Parkleitschilder aufgestellt.

Hintergrund all dieser Maßnahmen ist natürlich auch, dass der Worldcup im Nationalpark Wattenmeer stattfindet. Veranstalter und Tourismus-Zentrale erinnern an diesen besonderen Rahmen. Um diesem Privileg Rechnung zu tragen, veranstaltet die Surfriders Foundation an den beiden Sonntagen von 12 bis 14 Uhr eine Müllsammelaktion. Die Natinalpark-Verwaltung wird sich mit einem Infostand beteiligen.

Der Worldcup wird aber auch zur Nagelprobe werden. So appelliert Constanze Höfinghoff an alle Besucher, sich an die neuen Regeln zu halten, denn sonst könnte eine Fortführung dieser Veranstaltung in St. Peter-Ording in Frage gestellt sein. Außerdem bedauert sie, dass alle, die den Worldcup einfach nur genießen wollen, nun wegen der schwarzen Schafe Einschränkungen hinnehmen müssen. Weitere Info unter www.st-peter-ording.de.

 

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