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Husumer Nachrichten

20. Oktober 2017 | 07:25 Uhr

Rock an der Eider : Abrocken unterm Vollmond

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zahlreiche Zuschauer feierten in Süderstapel bis tief in die Nacht ein fröhliches Musikfest mit Bands aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Höhepunkt war der Auftritt der Hamburger Gruppe „Liedfett“.

Die Musikfreunde in Süderstapel hatten Glück: Während das Open-Air-Festival in Jübek am Sonnabend (9. August) wegen Sturm und Regen vorzeitig beendet wurde, konnte weiter südlich abgerockt werden. Die teils starken Regenschauer verzogen sich rechtzeitig zu Beginn von „Rock an der Eider“. Und die diesjährige Ausgabe setzte dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe, die 2007 Premiere hatte, sprichwörtlich die Krone auf. Längst reisen Bands und Besucher auch aus dem Ausland an. Im Vorjahr war der Iran musikalisch hochkarätig vertreten. Diesmal kamen mit „Tumult“ sowie „Leo & the Lineup“ bekannte Formationen aus Dänemark und mit „Town of Saints“ auch aus den Niederlanden. Unter Leitung von Birthe Dierks und Stefan Wölk sorgten mehr als 100 Helfer dafür, dass diese Veranstaltung direkt an der Eider zu einem schönen Fest für alle wurde.

Die Bands boten Bestes auf – von Deutschrock über Rap, Reggae, Rock op Platt, Folk, Ska, Liedermaching, Jazz, Beatboxing, Orgelfunk, Hip-Hop-Beats, Indie, Pop, Elektro, Percussion bis hin zur Hip-Dance-Folke-Musik aus Dänemark. Die Musiker begeisterten zwölf Stunden lang bis 2 Uhr nachts. Bei kurzen Umbaupausen auf der Hauptbühne lief das Programm nahtlos auf der zweiten Bühne weiter – auch dort mit musikalischen Einlagen, excellenter Percussion von „Claas the Spoonman & the Spoonies“, dem Kieler Beatboxer „Shinigami“ und spontanen Music-Gigs. Einsame Spitze die Hamburger Band „Liedfett“ Als das Publikum das Trio mit unüberhörbaren „Zugabe“-Rufen nicht von der Bühne lassen wollte, entschieden die Veranstalter spontan: „Okay, es gibt noch eins mehr.“ Liedfett schaffte mit minimalen Mitteln völlig unverkrampft das, wovon manche Pop-Großorchester stets erfolglos träumen: Abwechslung und exquisites Entertainment. Und als das Hamburger Trio mit Daniel Michel (Gesang), Lucas Uecker (Gitarre, Gesang) und Philipp Pöhner (Percussion, Gesang) seinen aktuellen Hit „Kommst du mit?“ präsentierte, bedurfte es keiner weiteren Aufforderung mehr: Das Publikum ging mit. Da wurden fantasievolle Steckenpferde auf die Bühne gereicht, da geriet der Ohrwurm vor Ort noch eine Nummer länger. Abseits der Musik gelang es Daniel Michel hervorragend, seine vielen Zuhörer mit fröhlichem Smalltalk zu unterhalten: Zum Titel „Das Leben könnte so schön sein“, betonte der Frontmann: „Das Leben ist schön. Schaut euch nur mal den Vollmond an, der uns heute Abend hier begleitet.“

Ein gutes Dutzend Bands sorgte mit Auftrittslängen zwischen 45 Minuten und gut einer Stunde für ein erfrischendes Festival. Hin und wieder erfrischten sich auch einige Teilnehmer in der nahen Eider. Urlauber wie Melanie und Jorge Kloth aus Hagenburg in Niedersachsen und Veronica und Piet Walura aus Menden in Nordrhein-Westfalen, zurzeit auf Urlaub in St. Peter-Ording, hatten die Ankündigung in unserer Zeitung gelesen und entschieden: „Da müssen wir hin.“

Nicht anders als in allen Vorveranstaltungen galt auch bei diesem achten Event des Vereins für Kunst und Kultur für Stapel: umsonst und draußen. „Und daran“, so Birthe Dierks, „wollen wir auch in Zukunft festhalten. Dieses große Festival trägt sich allein durch den hervorragenden ehrenamtlichen Einsatz aller Helfer, den Verkauf von Speisen und Getränken und die großartige Unterstützung mehrerer Firmen sowie der beiden Gemeinden Norder- und Süderstapel und deren Feuerwehren.“

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